Mr. Gregory ist ein so genannter Spook, ein Zauberer und Geisterjäger. Zusammen mit seinem Lehrling Tom und der jungen Hexe Alice lebt er in einem Haus in Chipenden.
Als die Besucherglocke läutet, geht Tom zum Tor. Der Fremde hat einen Brief, den Tom seinem Meister übergeben soll. Auf dem Rückweg zum Haus bekommt Tom Angst, weil der zahme Boggart Theater macht, was an dem Brief liegt, wie sich später herausstellt.
Der Spook wirft dem Brief nach dem Lesen ins Feuer und verkündet, dass es morgen auf nach Anglezarke geht. Dort im trostlosen Moor steht das Winterhaus.
Station wird auch an Toms Elternhaus gemacht, das auf dem Weg liegt. Toms Mutter warnt vor einen langen harten Winter.
Alice wird auf die Moor View Farm gebracht. Sie soll hier bei den Hursts in Dienst treten. Dass der Briefbote der Sohn der Hurst ist, ist für Tom eine Überraschung. Mittlerweile weiß er, das Morgan auch einst Lehrling beim Spook war, seinen Abschluss aber nicht geschafft hat. Offensichtlich hat Morgan mit dem Spook noch eine Rechnung offen.
Das Haus im Moor ist viel düsterer und kälter, als Tom erwartet hat. Der Spook und er sind hier, um sich der Dunkelheit zu stellen. Das Haus, auch wenn es so aussieht, ist nicht unbewohnt. Im Keller harrt die Lamia-Hexe Meg aus. Lamia-Hexen ernähren sich vom Blut der Menschen. Mit einem Tee wird Meg davon abgehalten, sich zu erinnern, wer sie ist, so dass sie recht harmlos erscheint, als sie mit hoch in die Wohnräume gelassen wird.
Anzeige Meg ist nicht die einzige, die im Keller eingesperrt war. Neun Hexengräber gibt es insgesamt und auch Boggarts befinden sich hier in sicherem Gewahrsam. All diese Kreaturen hat der Spook gebannt, was aber nicht heißt, dass sie tot sind.
Eines Tages erscheint William Luddock an der Hintertür des Hauses. Sein Vater Henry hat ihn geschickt. Ein Boggart, ein Hallenklopfer, ist zum Steinewerfer geworden und hat einen Schafhirten auf dem Gewissen. Die Aufgabe des Spooks und seines Lehrlings ist es, ihn zu bändigen. Eingeplant wird dafür eine Woche. Meg muss also wieder in die Grube im Keller.
Es ist ein hartes Stück Arbeit für die Geisterjäger, den Boggart zu vertreiben. Der Spook ahnt, dass es nicht ausreicht, ihn zu bannen. Er muss vernichtet werden. Dass der Boggart keine Ruhe geben wird, zeigt sich einige Tage später, als Alice nach Hilfe verlangt. Der Boggart bedroht nun die Moor View Farm.
Die Geschichte ist äußerst spannend gemacht. Wer Dark-Fantasy mag, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen. Die Geschichte lässt das Blut in den Adern gefrieren. Der Autor versteht es, eine düstere, unwirkliche Stimmung zu schaffen, die nicht von dieser Welt ist. Aber die Angst, die erzeugt wird, verfolgt einen nicht bis in den Schlaf. Sie bezieht sich nur auf das Buch, so dass man wirklich fantastisch gut unterhalten wird. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die Geschichte so unglaublich ist und sich nicht auf die Realität beziehen lässt, man aber dennoch keine Mühe hat sich hineinzudenken. Die Gänsehaut, die beim Lesen entsteht, ist also erträglich. Aber man unterliegt der gruseligen Faszination, die dieses Buch ausstrahlt und kann nicht aufhören zu lesen.
Tom ist der Held der Geschichte, in deren Verlauf er zwischen zwei Magier gerät. Der eine jagt die Geister, der andere ruft sie. Und jeder von den beiden tut sein Möglichstes, um Tom auf seine Seite zu ziehen. Nicht immer hat Tom die Wahl, manchmal schreiben ihm die Vorkommnisse vor, was zu tun ist. Das macht die Geschichte natürlich wenig vorhersehbar und dem Spannungsbogen perfekt. Zudem ist dieser dritte Band in sich abgeschlossen.
Joseph Delaney Spook. Das Geheimnis des Geisterjägers Originaltitel: The Wardstone Chronicles - The Spook's Secret
Aus dem Englischen von Tanja Ohlsen
cbj Verlag, 2007
368 Seiten, gebunden, 14,95 Euro
ISBN-10: 3570130479
ISBN-13: 978-3570130476