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Prestige - Die Meister der Magie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Heiko Paulheim, am 04-09-2007 17:00
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Prestige Illusion, nicht Magie

Im London des letzten Jahrhunderts tobte ein erbitterter Streit zwischen zwei Illusionisten: jeder von ihnen beanspruchte für sich die bessere Ausführung des Kunststücks "Der Transmittierte Mensch" - eine Illusion, bei der der Zauberer selbst an einer Stelle verschwindet, um im nächsten Moment an einem anderen Ort wieder aufzutauchen. Das Publikum war begeistert - und jeder der beiden Künstler davon besessen, den Trick des anderen zu durchschauen und selbst die bessere Variante zu liefern.

Längst ist aus dem Wettstreit der Illusionisten eine Familienfehde geworden, die sich bis ins heutige Jahrhundert erstreckt. So lernt der Reporter Andrew Westley, ein Urenkel des Illusionisten Alfred Borden, eine Nachfahrin des Erzrivalen seines Urgroßvaters, Kate Angier, kennen, und rekonstruiert mit ihr gemeinsam die Geheimnisse, die beide Illusionisten zu Lebzeiten hüteten wie einen Gral.

Spionage und Gegenspionage, gegenseitige Besuche der Vorstellungen, hinterhältige Versuche, den anderen auf der Bühne bloßzustellen - Angier und Borden lassen nichts aus, um den anderen vom Thron zu stoßen und selbst der größte Illusionist ihrer Zeit zu werden. Daneben feilt jeder von ihnen weiter an seiner Version des "Transmittierten Menschen" - mit besseren Illusionen, besserer Präsentation, und auch mit Hilfe damals neuester wissenschaftlicher Errungenschaften wie der Elektrizität. Bis schließlich einer der Sabotageakte auf grausame Weise und Rupert Angier in tödliche Gefahr bringt - fortan leidet er unter einer rätselhaften Krankheit.

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Doch auch Borden leidet auf seine Weis
e: zu Unrecht verdächtigt ihn seine Frau, ihn zu betrügen - ein Unrecht, das eng mit dem Geheimnis seiner Illusion verwoben ist - ein Geheimnis, das er auf jeden Fall hüten muss, das nicht einmal seine engsten Vertrauten kennen dürfen. Und dann versucht Angier auch noch, ihn umzubringen - oder vielmehr ein rätselhafter, kraftloser Schemen, eine Geistererscheinung, die Angier gleicht.

Schritt für Schritt entfaltet Priest in seinem Roman die Geschichten der beiden Familien, deren andauernde Fehden mehr als ein Jahrhundert umfassen. Andeutungsreich und doch rätselhaft legt er seine Spuren und Fährten aus, auf denen der Leser den Geheimnissen hinter den Illusionskunststücken nachspüren kann. Denn um Illusionen, nicht um Magie geht es in diesem Roman - selbst wenn die Zuschauer und auch die Leser manchmal anderes glauben mögen. Und auch der Roman Prestige ist wie eine Illusion angelegt - der Leser wird abgelenkt, hinters Licht geführt, verwirrt. Ein gerüttelt Maß an Perspektivwechseln und ineinander verwobenen Handlungsfäden macht den Roman rätselhaft wie ein Zauberkunststück - aber mindestens ebenso unterhaltsam.

Priests Roman "Prestige - Die Meister der Magie" wurde mehr als zehn Jahre nach seinem Erscheinen von Regisseur Christopher Nolan verfilmt, der bereits mit Memento bewiesen hat, dass er ein Faible für vertrackte Erzählweisen hat. Neben den Schauspielern Christian Bale, Hugh Jackman und Scarlett Johansson verpflichtete er auch Sänger David Bowie für eine Nebenrolle als Wissenschaftler Nicola Tesla.

Bibliographische Angaben



Christopher Priest
Prestige - Die Meister der Magie
Originaltitel: The Prestige
Aus dem Englischen von Michael Morgental
Heyne Verlag, 2007
460 Seiten, kartoniert, 8,95 Euro
ISBN-10: 3453522117
ISBN-13: 978-3453522114

 

 

 

 

 





Letztes Update: 05-09-2007 10:09

Veröffentlicht in : Buch, Historischer Roman
Schlüsselworte : Christopher Priest, Prestige, Magie, Illusion, Zauberer, Zauberei, Nolan, 9783453522114, 3453522117
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