Die chinesische Küche ist für viele eine willkommene Abwechslung zum einheimischen Essen. Die unbekannten Gewürze, der besondere Geruch, der spezielle Geschmack wird immer öfter auch in Deutschland hoch geschätzt. Doch man muss nicht immer ins Restaurant gehen, um chinesisch zu essen. Mit diesem Kochbuch soll der Leser lernen, wie er chinesische Gerichte auch zu Hause zubereiten kann.
Viele Menschen scheuen sich jedoch davor zu Hause chinesisch zu kochen, weil sie meinen, es wäre zeitraubend, kompliziert und unverständlich. Dem will die Autorin entgegensteuern, indem sie die Rezepte Schritt für Schritt erklärt und genau erläutert.
Los geht es zunächst mit den Zutaten. So werden zum Beispiel chinesische Gemüsesorten, Kräuter, Gewürze, Getreide- und Nudelarten, Pilze, Fleisch und Muschelsorten vorgestellt und kurz erklärt, wie sie normalerweise zubereitet werden. Anschließend folgt ein ausführliches Kapitel über Schneide- und Garmethoden, denn die sind für ein gutes Gelingen Voraussetzung.
Anzeige Schließlich werden verschiedene Gerichte vorgestellt, die nach Vorspeisen, Suppen und Feuertöpfe, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel und Eier, Fleisch, Gemüse, Reis, Nudeln, Teigtaschen und Nachspeisen geordnet sind. Am Rand findet man hier zunächst die Zutatenliste und dann wird Schritt für Schritt erklärt, wie das jeweilige Gericht zubereitet wird.
Daran schließt sich die Vorstellung von regionalen Menüs an. So zum Beispiel ein Peking-Menü mit Pekingente oder ein Shanghai-Menü mit geräuchertem Fisch nach Shanghai-Art.
Die ersten beiden Kapitel über die Zutaten und die Schneidetechniken sind sehr interessant, um gewisse Grundlagen zu lernen. Positiv ist auch, dass die Autorin Tipps gibt, was für deutsche Zutaten die chinesischen ganz gut ersetzen können, so dass man es beim Einkaufen nicht allzu kompliziert hat.
Zu den vielen verschiedenen Zutaten gibt es jeweils ein Foto, so dass man sich einen guten Überblick verschaffen kann.
Anschließen wird eine sehr große Anzahl an Rezepten vorgestellt. Dabei ist die Zutatenliste sehr nützlich, jedoch ist sie meistens für 8 Personen ausgelegt, wodurch der Leser den Eindruck bekommt, für eine Großfamilie kochen zu müssen. Entscheidet man sich, nur für sich allein oder zu zweit zu kochen, muss man die Angaben herunter rechnen, braucht dann aber teilweise nur sehr wenig von den jeweiligen Zutaten, so dass man sich überlegen muss, ob man sich die besonderen Gewürze und Zutaten tatsächlich kauft.
Leider gibt es auch nicht zu jedem Rezept ein Bild, was ein bisschen schade ist. Dafür sind die Fotos, die in dem Buch zu finden sind sehr gut gelungen und regen den Appetit an.
Manchmal sind die Anweisungen auch ein bisschen kurz gehalten, so dass Leute, die sich gar nicht mit der chinesischen Küche auskennen, vielleicht ein Problem dabei haben werden beispielsweise zu erkennen, wann Shrimps fast ganz gar sind.
Auch ob chinesische Gerichte tatsächlich nicht sehr aufwendig sind, ist zweifelhaft, wenn man von Vorspeisen liest, bei denen man Quallenfleisch drei bis vier Tage in Wasser einweichen und zweimal täglich das Wasser wechseln muss.
Wer sich davon allerdings nicht abschrecken lässt, der enthält hier eine gute Rezeptsammlung in der Hand, die für eine gute, abwechslungsreiche und sicherlich sehr leckere Küche sorgt.
Yan-kit So Chinesisch kochen.
Die besten Originalrezepte Originaltitel: Yan - Kit' S Classic Chinese Cookbook
Aus dem Englischen von Sim Siok Mei
Dorling Kindersley, 2007
256 Seiten, gebunden, 19,95 Euro
ISBN-10: 3831010307
ISBN-13: 978-3831010301