Die Klosterschülerinnen können es nicht glauben und doch haben sie einen Schatz gefunden, direkt hinter dem versteckten Raum, in dem sie den kleinen Heinrich vor seinem Vater, der den Jungen schlägt, verbergen wollen. Dass sie den Kleinen nicht ewig bei sich behalten können, wird den Mädchen klar, als der Schmied in der Klosterschule auftaucht und ihn zurückfordert. Antonia und Hildegard erzählen schließlich Schwester Mechthild von dem Schatz. Dass diese die Nachricht an die Äbtissin überbringt, ist allerdings nicht geplant gewesen. Die Äbtissin weiß nichts von dem Schatz, zeigt aber großes Interesse.
Kurze Zeit später wird Katharina gewarnt. Männer des Bischofs sind unterwegs und sollen Antonia und ein weitere Mädchen verhören, weil die Äbtissin wissen möchte, wo der Schatz sich befindet. Bei Nacht fliehen einige der Mädchen mit zwei Wagen, dem Schatz und dem kleinen Heinrich unbemerkt aus dem Kloster.
Nach einer langen, gefährlichen Fahrt, entdecken sie eine Burg, die seit etwa zehn Jahren leer steht, was möglicherweise dem Krieg geschuldet ist. Die Mädchen nehmen die Burg in Besitz. Doch die Bewohner des nahen Dorfes wollen ihre neuen Nachbarn nicht anerkennen.
Anzeige Die Geschichte ist recht interessant. Sieben Mädchen nehmen eine alte Burg in Besitz und leben fortan dort zusammen. Besonders schwer gemacht wird es ihnen nicht. Es gelingt ihnen, sich einzurichten und Nahrungsmittel zu beschaffen, auch wenn die Dorfbewohner sich ihnen zunächst entgegenstellen. Diese Leichtigkeit, mit der der Autor die Geschichte vorantreibt, wirkt leider sehr unglaubwürdig, zumal nicht alle Aspekte dieses abgeschiedenen Lebens, das die Mädchen auf eigentlich bewundernswerte Art und Weise bewältigen, umfassend durchleuchtet wird. So trägt das Buch märchenhafte Züge.
Eher negativ fällt der Schreibstil des Autors auf. Die Sätze sind nicht aufeinander abgestimmt. Der Text wirkt dadurch abgehackt, sprunghaft und wenig ausformuliert.
Die Charaktere sind zu wenig in ihren verschiedenen Persönlichkeiten beschrieben. Man hat Mühe, sie auseinanderzuhalten, zu ähnlich sind sie sich in ihrer Wortwahl, was gerade bei Dialogen sehr zum Tragen kommt. Dem Buch liegt aber ein Lesezeichen bei, mit Fotos der Mädchen und einem kurzen Mitteilung zu ihrer Rolle im Buch.
Norbert Klugmann Alegria Septem Band 1: Der Bund der Sieben Kosmos Verlag, 2007
320 Seiten, gebunden, 14,95 Euro
ISBN-10: 344010964X
ISBN-13: 978-3440109649