Das schöne Gedicht von Fontane ist vom Aufbau Verlag in einer hervorragenden Ausführung im Jahr 2002 herausgebracht worden.
Ist es doch eines der bekanntesten und schönsten Kindergedichte, das zur Weltliteratur wurde.
Berichtet wird von dem gütigen Gutsherren, der den Dorfkindern in der schönen Herbsteszeit, wenn die Birnen prall und reif waren, von seinem Birnbaum gerne Birnen schenkte.
Er ist schon alt und sieht sein Ende nahen. Wohl wissend, dass sein Sohn von seiner Güte wenig mitbekam und keine Birnen verschenken würde, entschied er freundlich, dass man ihm doch nach seinem Tode eine Birne mit ins Grab lege!
Es kommt, wie es kommen sollte: ein neuer Birnbaum wächst aus seinem Grab heran! Die Kinder bekommen nun wieder ihre Birnen, die ihnen zu Lebzeiten des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland so gut geschmeckt haben!
Fontane hat mit diesem Werk die menschliche Güte beschworen, aber auch das Weiterleben in den Gedanken derer, die ihn liebten.
Bernd Streiter hat dazu Illustrationen geschaffen, mit der die Weite der Havellandschaft ein Gesicht bekommt. Die friedliche Natur und die einfache Lebensweise auf dem Land zu Ende des 19. Jahrhunderts kann schöner nicht gestaltet werden.
Hühner und Ziegen, Kinder mit den Holzwägelchen, in denen sie ihre Puppen ausfahren, die Holzpantinen, die man zu jener Zeit trug, und der alte Mensch in seinem Habitus sind genauso getroffen, wie man sich das anhand alter Bilder vorstellen möchte.
Das Ganze wird verfremdet, indem die Figuren als Puppen dargestellt werden, die von einer großen Hand geleitet werden.
Das Buch ist ein schönes und empfehlenswertes Geschenk für Kinder, die man mit den alten Zeiten vergangener Jahrhunderte vertraut machen möchte.