Das Pergament mit dem Schlachtplan muss unbedingt nach Redmont gebracht werden. Das Dokument verrät einiges. König Duncan kann so Morgarath und den Wargals zuvorkommen und verhindern, dass sie den Pass einnehmen. Walt, der Waldläufer, und Will, sein Lehrling, machen sich auf den Weg. Die beiden müssen jedoch zur Kenntnis nehmen, dass ihr König andere Pläne hat.
Will soll Gilan in einer offiziellen diplomatischen Mission nach Celtica begleiten und das jetzt, wo die Vorbereitungen auf den Krieg laufen. Der dritte im Bunde ist Horace, in Ausbildung an der Heeresschule. Er ist ein Freund des 15-jährigen Will.
Als die drei an einen kleinen abgelegenen Grenzposten kommen, stellen sie fest, dass dieser verlassen ist. Vielleicht wurde er nach über 30 Jahren Frieden zwischen Araluen und Celtica auch aufgegeben. Spuren deuten allerdings auf einen übereilten Aufbruch hin. Gilan, Will und Horace beschließen zum nächsten Ort weiterzureisen. Das Dorf Pordellath liegt ebenfalls verlassen da. Auch hier deutet alles auf einen eiligen Aufbruch hin. Einen Hinweis auf die Gründe dafür wird nicht gefunden.
Anzeige Weiter geht es nach Gwyntaleth, der ersten größeren Stadt auf dem Weg. Schon von weitem ist spürbar, dass die Stadt viel zu ruhig da liegt. Während Gilan vorsichtig vorreitet, lagern Will und Horace. Die beiden verhalten sich unvorsichtig. So gelingt es zwei Fremden zu ihnen vorzudringen, als Horace und Will gerade unbewaffnet sind. Die Situation scheint ausweglos, bis Horace doch sein Schwert zu fassen bekommt und den Kampf mit den beiden Plünderern schließlich für sich entscheidet.
In der Gegend schleicht auch noch ein Mädchen herum. Evanlyn hat sich wochenlang in den Bergen versteckt gehalten. Sie weiß, wo die Menschen sind und berichtet vom Angriff der Wargals, die die Leute vertrieben haben, bis auf die Minenarbeiter, mit denen sie offensichtlich etwas anderes vorhaben. Diese Neuigkeit muss so schnell wie möglich König Duncan überbracht werden. Er muss wissen, dass aus Celtica keine Verstärkung zu erwarten ist.
Als ein Trupp Wargals am Lagerplatz vorbeikommen, tut sich eine Gelegenheit auf, herauszufinden, was die grässlichen Wesen im Sinn haben. Und diese wird natürlich trotz der Gefahr genutzt.
Die jugendlichen Helden der Geschichte müssen sich in ausweglos scheinenden Situationen bewähren. Auf ihrem Weg hin zum Erwachsenwerden folgt man ihnen gern, besonders Will, der anfangs sehr leichtgläubig und naiv wirkt und der sich gerne mal aufs Glatteis führen lässt. Dass lässt einen immer wieder schmunzeln, aber im Laufe der Geschichte lernt Will immer mehr dazu und entwickelt sich weiter.
Das Buch ist ausgesprochen unkompliziert geschrieben und damit sehr gut lesbar. Es ist eine Geschichte zum entspannten Schmökern. Trotz der einfachen Erzählweise ist die Handlung überaus spannend und mit vielen abenteuerlichen Szenen durchsetzt.
Auch die Welt, in der die Geschichte spielt, ist interessant aufgebaut.
Die brennende Brücke ist der zweite Teil von Die Chroniken von Araluen, aber in sich abgeschlossen. Dabei ist das Ende aber so spannend gemacht, dass man sich auf den nächsten Teil schon freut.
John Flanagan Die Chroniken von Araluen Band 2: Die brennende Brücke Originaltitel: Ranger's Apprentice 2: The Burning Bridge
Aus dem Englischen von Angelika Eisold-Viebig
Bertelsmann Omnibus, 2007
316 Seiten, broschiert, 7,95 Euro
ISBN-10: 3570270734
ISBN-13: 978-3570270738