Es ist Gwyns neunter Geburtstag. Seine Oma kommt zu Besuch. Es scheint so, als ob sie als Einzige an seinen Geburtstag gedacht hat, denn nur Granny schenkt ihm etwas. Doch seine Oma scheint schon immer etwas unnormal und so sehen auch die fünf Geschenke aus. Er bekommt ein trockenes Stück Seetang, eine Blechflöte, ein gelbes Kopftuch, ein kaputtes Pferd und eine verbogene Metallbrosche. Gwyn ist solche Geschenke von ihr gewohnt und ist nicht traurig. Granny meint, dass es Zeit ist herauszufinden, ob Gwyn ein Zauberer ist. Die Oma geht und der Junge zieht sich in sein Zimmer zurück. Er betrachtet die Gegenstände und wundert sich über die Worte seine Großmutter.
Da Samstag ist, hat Gwyn jede Menge zu tun. Denn er muss die liegengebliebene Arbeit von der Woche erledigen. Er zieht sich an und geht traurig hinaus.
Schade, dass keiner weiter an seinen Geburtstag gedacht hat, denkt Gwyn. Doch da hat er sich geirrt. Draußen auf dem Feld begegnet er seiner Mutter. Diese hat eine Überraschung für ihn und die beiden gehen zurück zum Haus. Als Gwyn das Geschenk öffnet, kommt eine wunderschöne Uhr mit Sternen zum Vorschein. Der Junge freut sich riesig. Seine Mutter hat ein paar Nachbarn eingeladen und am Nachmittag wird eine wunderschöne Party gefeiert.
Anzeige Doch als sein Vater die Feier mitbekommt, ist er zornig. Genau vor vier Jahren am gleichen Tag verschwand Meggan, die Tochter der Familie Griffith. Sie verschwand, als ein großes Unwetter war. Als Gwyn ein Tag später spazieren geht, nimmt er die Brosche mit. Hoch oben auf dem Berg gibt er sie in den Wind und was er im Tausch dafür bekommt ist unglaublich. Und das ist erst der Anfang! Es werden noch viele unglaubliche Dinge passieren!
Dieser Fantasy-Roman hat mir sehr gut gefallen. Das Besondere an diesem Buch ist, dass sich die Geschichte auf walisische Sagen bezieht. Das heißt, dass alles in diesem Buch aus der walisischen Welt stammt. Ein bisschen kenn ich dies schon aus „Charlie Bone“, ebenfalls eine Romanreihe der Autorin. Ich finde, dass beide Geschichten sich in der Form sehr ähneln, aber im Inhalt total unterschiedlich sind.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie ein kleiner, normaler Junge, der auf mich allerdings älter wirkt, allmählich zu einem starken Zauberer wird. Toll ist, dass man ein bisschen mitraten kann, was als Nächstes geschieht. Das erhöht die Spannung.
Mir hat gefallen, zu sehen, wie Gwyn immer mehr Vertrauen zu seiner Freundin Eira, die nach der Hälfte des Buches am Geschehen teilnimmt, aufbaut.
Ich fand es beeindruckend, wie ich in eine völlig andere Welt gezogen wurde und eine Menge Abenteuer erlebt habe. Das Ende ist aber ein bisschen traurig. Dieses Buch wird für Kinder ab zehn Jahren empfohlen.
Fazit: Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben. Es ist besonders für Fantasy-Begeisterte zu empfehlen.
Jenny Nimmo Die silberne Spinne Originaltitel: The Snow Spider
Illustriert von Regina Kehn
Übersetzt von Cornelia Holfelder-von der Tann
Ravensburger Verlag, 2007
191 Seiten, gebunden, 12,95 Euro
ISBN-10: 3473347124
ISBN-13: 978-3473347124