In Amerika kann mal Geld verdienen. Das hat Stefano gehört. Doch es ist noch keiner zurückgekommen und hat davon erzählt. Stefano hält fest an seinem Plan, er will sein Leben verändern, Hunger und Armut entfliehen.
Stefano verlässt das kleine Dorf Airasca in Italien, macht sich auf nach Genua, um mit dem Schiff nach Argentinien zu reisen. Er arbeitet als Farmarbeiter und später als Saxophonspieler beim Zirkus. Sein Leben ist besser geworden.
Die Geschichte spielt Ende der Vierziger Jahre. Mit seiner Auswanderung flieht Stefano vor einer hoffnungslosen Zukunft und vor allem dem Hunger. Seine Erinnerungen an dieses Leben und seine Mutter lassen ihn natürlich nicht los. Er denkt immer wieder zurück. Seine Mutter stirbt, bevor er sie nachholen kann.
Die Autorin schreibt mit viel Feingefühl. Sie erzählt die Geschichte einer Auswanderung von Italien nach Amerika mit allen Schwierigkeiten, erinnert damit an ein Stück Geschichte, das Jugendlichen, aber auch Erwachsenen sicher nicht so vertraut ist. Sie macht Mut, das eigene Leben nicht für gegeben hinzunehmen, so wie es ist, sondern es in die Hand zu nehmen, um sich weiterzuentwickeln und Chancen zu nutzen.
"Stefanos weite Reise" wurde vom Kinderbuchfond BAOBAB herausgegeben. Hier erscheinen Erzählungen, Märchen, Kindergeschichten und Jugendromane aus Afrika, Asien, Australien und Lateinamerika in deutscher Übersetzung.
Über die Autorin:
María Teresa Andruetto ist Jahrgang 1954. Sie studierte an der Universität in Córdoba Literatur. Sie hat zahlreiche Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien, Erzählungen, Romane und Gedichte für Erwachsene und Jugendliche veröffentlicht.
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María Teresa Andruetto Stefanos weite Reise Aus dem argentinischen Spanisch von Jochen Weber Atlantis, Orell Füssli, Zürich 112 Seiten, gebunden, EUR 14,00 ISBN 3-7152-0466-4