spacer
spacer
Logo
tchibo.de



 
Hauptmenü
Startseite
Suche
Buch
Hörbuch
Film zum Buch
Vorschau
Videos
Magazin & Interviews
Autoren
Verlage
Forum
News
Service
Branchenbuch
Extras
Shop
Newsletter
Mediadaten/Werbung
Impressum
Newsletter
Wöchentliche Buchtipps, Buchpakete gewinnen & Neuigkeiten - Hier abonnieren

Hinweise zum Newsletterversand
Zu Google hinzufügen
Fügen Sie die literature.de-Rezensionen zu iGoogle hinzu
 

Startseite arrow Buch arrow Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der Verführung

Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der Verführung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Heike Geilen, am 27-07-2007 09:00
Editorbewertung Keine Bewertung
Durchschnittliche Benutzerbewertung Keine Bewertung
Favoriten 22

Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der VerführungDer Tiefseelenfischer.

 

Christine Dössel hat ein glaubhaftes Bild des charismatischen Österreichers in Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der Verführung gezeichnet.

 

Ein ehrliches Buch wollte Christine Dössel schreiben und zwar über einen Mann, der allgemein als "Österreichs Schwieriger", als "Diva", als egomanisch, eitel, arrogant und selbstverliebt gilt. Und vor allem am Anfang war es wohl "nicht immer vergnüglich" und eher schwierig mit ihm: dem Klaus Stengl, wie er mit gebürtigem Namen heißt.

Natürlich trägt auch er seinen Teil zu diesem (Vor-)Urteil bei, wenn er seinen Gegenüber manchmal rüde herablassend oder fast beleidigend behandelt. Doch nach dem ersten sollte man auf jeden Fall noch einen "zweiten Blick werfen", meint die Autorin. Denn hat man Klaus Maria Brandauer (KMB) erst einmal näher kennengelernt, "weiß man ihn als Gesamtkunstwerk zu schätzen: als Künstler wie als Mensch …. mit all seinen Anfällen, seiner Streitlust, seiner Besessenheit und Liebessucht. Mit seiner Intelligenz, mit der er sofort Witterung aufnimmt, wenn ihm etwas gegen den Strich zu laufen droht."

Herausgekommen ist ein flüssiges, sehr gut recherchiertes und leicht lesbares Lebenswerk, über die - das gesamte Jahr 2006 täglich zu hörende und so "herrrrlich" klingende - "Stimme Wolferls".

Anzeige
Doch nicht nur sein Beitrag zum Mozartjahr - die in den Kulturradios der ARD und des Schweizer Radios DRS 2 täglich ausgestrahlte Lesung aus Mozarts Briefen - sondern vor allem seine Filme, allen voran der Megaerfolg des Oscargekrönten MEPHISTO , aber auch JENSEITS VON AFRIKA oder sein James-Bond-Bösewicht Largo in SAG NIEMALS NIE , haben ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht.

Sein oder Nichtsein

Seine wahre Liebe galt und gilt jedoch immer noch der Theaterschauspielerei, die auch den Grundstein seiner Karriere ist. Christine Dössel beginnt ihre Biografie mit einem ausführlichen Kapitel über "Brandauers Lebensweg mit Hamlet" - der Traumrolle jedes Schauspielers. Den dänischen Königssohn aus Shakespeares Feder verkörperte KMB 1985 am Wiener Burgtheater und führte am selben Ort im Jahr 2002 Regie.

Die Autorin befasst sich detailliert mit all seinen Bühnenrollen (u. a. EMILIA GALOTTI, BACCHUS, JEDERMANN, WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF?, CYRANO VON BERGERAC ). Aber auch seine "Seitensprünge" mit dem Fernsehen und die 2006er Inszenierungen des LOHENGRIN in Köln und der DREIGROSCHENOPER in Berlin finden ausführliche Besprechung.

Dazwischen kommen immer wieder Schauspielerkollegen und auch KBM selbst in Interviews zu Wort. Zahlreiche Pressekritiken runden das Ganze ab. Neben einigen z. T. farbigen Abbildungen findet der Leser am Ende des Buches eine kurze Zusammenfassung aller Lebensdaten und ein komplexes Verzeichnis der Inszenierungen, in bzw. an denen er mitgewirkt hat

Der österreichische James Dean

Klaus Maria Brandauer, geboren am 22. Juni 1943 im österreichischen Altaussee und aus einfachen Verhältnissen stammend - die Mutter Österreicherin, der Vater ein deutscher Zollbeamter - ist stolz darauf, dass er nie "das Geschöpf von jemand anderem, nie der Ziehsohn oder Nachfahre eines künstlerischen Übervaters" war.

Auf Grund seines Charismas, seiner Strahlkraft und seiner außerordentlichen Begabung hat er es so weit gebracht. Und "womöglich ist es dieses Schwindel erregende Ich-Bewusstsein eines absoluten Autodidakten, das Brandauer mitunter zu Kopf steigt und sicherlich auch manchmal berauscht."

Die Zahl der Rollen, die er ablehnt, überschreitet die, die er annimmt, um ein vielfaches. Schon zu Beginn seiner Kariere steigt er in Tübingen mitten in der Spielzeit aus einem Zweijahresvertrag aus, als man ihn mit einer "Nicht-der-Rede-Wert-Rolle" versieht: "Ich bin nicht Schauspieler geworden um unauffällig zu sein, sondern um auffällig zu sein", lautet seine Maxime.

"Brandauers Charisma und der Kult, den er damit treibt, ist das Geheimnis seines Erfolges wie seines Misserfolges. Seine Begabung - nämlich sein Talent, zu wirken - ist zugleich seine Gefährdung - nämlich die Verführung, wirken zu wollen." schrieb "Die Zeit".

In Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der Verführung zeichnet Christine Dössel ein schlüssiges Bild eines humorvollen, freien Geistes, der nicht nur das Talent hat, andere zu unterhalten, sondern auch zuhört, "der sich nicht, wie ihm gerne unterstellt wird, nur für sich selbst interessiert, sondern sehr wohl auch für andere. Ein Mensch der nachfragt, sich kümmert, ein offenes Ohr hat für Schüler, Kollegen und Freunde."

Brandauer ist in seiner Natur- und Selbstbelassenheit ein ungeschminkter Künstler par excellence und Christine Dössel hat es wohl auf den Punkt gebracht:

Er "ist eine schillernde Persönlichkeit. Und das Beste an ihm: Er ist authentisch."

Bibliographische Angaben



Christine Dössel
Klaus Maria Brandauer. Die Kunst der Verführung

Residenz Verlag, 2006
366 Seiten, gebunden, 24,90 Euro
ISBN-10: 3701730334
ISBN-13: 978-3701730339

 

 

 

 

 

 




Letztes Update: 26-07-2007 10:34

Veröffentlicht in : Buch, Biographie
Schlüsselworte : Brandauer, Theater, deutsches Kino
Artikel zitieren Zu meinen Favoriten hinzufügen An Freund senden Ähnliche Themen

Benutzerkommentare (0) RSS feed Kommentar
Nur registrierte Benutzer können einen Artikel kommentieren. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.

Keine Kommentare vorhanden

Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu



mXcomment 1.0.6 © 2007-2008 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< Zurück   Weiter >
spacer
Suche
Anzeige
www.myphotobook.de

Ihre Anzeige hier
Anmeldung
Warum anmelden?
Mehr erfahren...
Statistik

9.293 Rezensionen, 1.523 Autorenporträts,  1.895 Clubmitglieder, uvm.

Wer ist Online
Aktuell sind 652 Gäste online
Ähnliche Themen
Forum
Anzeige
RSS-Feeds


Hörbücher hier herunterladen!

Impressum  |  Kontakt  |  AGB  |  Blog  |  FAQ  |  Werben auf literature.de  |  Presse  |  Jobs  |  RSS-Feeds

Partner: frueherlesen | blaetterrauschen | Zu Google hinzufügen

© 1998-2008 literature.de - literaturschau-mediendienst und content-newmedia.de  |  litstats

Alle Rechte vorbehalten - kein Teil der Inhalte darf auf anderen Seiten / in anderen Medien ohne Zustimmung von literature.de verwendet werden!

Empfehlungen:

spacer