Der Junge Santiago will Hirte werden, weil es seine Bestimmung ist zu reisen. Als er zum dritten Mal von einem Schatz in Ägypten träumt, verkauft er seine Schafe und verlässt das heimische Andalusien. Er ahnt nicht, wie viele Hindernisse das Schicksal ihm in den Weg legen wird. Und wie viel Hilfe es einer mutigen Seele bietet...
Santiago ist gerne Schäfer, obwohl er weiß, dass es kein prestigeträchtiger Beruf ist und dass vielleicht das Mädchen, das er gerne heiraten würde, sich einem anderen Mann zuwenden wird. Doch Santiago will etwas von der Welt sehen und das kann er in der Gesellschaft seiner Schafe. Doch als er von einem Schatz in Ägypten träumt, folgt er seinem Schicksal. Allerdings erkennt er bereits auf seiner ersten Station, dass Diebe und Lügner sich zwischen ihn und seinen Schatz zu drängen drohen.
Über lange Umwege findet Santiago in die Wüste, und dort wartet das größte Hindernis auf ihn: die Liebe. Ist das Mädchen aus der Oase der Schatz, den er erträumt hat? Santiago weiß tief in seinem Herzen, dass es so nicht ist, doch die Angst, diesen Schatz im Austausch gegen einen anderen zu verlieren, ist groß.
Anzeige Entstanden ist Paul Coelhos Roman Der Alchimist bereits 1988 und seitdem ist er nicht mehr wegzudenken aus Buchhandlungen und Leserherzen. Eine Inhaltsangabe dieses 180 Seiten starken Büchleins zu geben ist schwierig, denn eigentlich ist Der Alchimist weniger ein Roman als eine Parabel auf das Leben und die Liebe.
Santiago ist ein liebenswerter, naiver Jedermann, der jedoch fest an seine Bestimmung glaubt und den Mut hat, ihr zu folgen. Jede einzelne der Figuren, der König, der Alchimist, der suchende Engländer, der Kristallhändler, ja sogar die geliebte Wüstenfrau sind nur verschiedene Stationen, die Santiago verschiedenen Prüfungen unterwerfen und ihm den Weg weisen. Auch sie sind Symbole.
In seinem kurzen Roman kleidet der Autor konsequent die Philosophie in Worte, die er im Vorwort postuliert. Da mag sich einem Leser die Frage aufdrängen, warum er die Geschichte überhaupt noch lesen soll. Die Antwort ist einfach – es ist einfach ein Genuss, der unaufdringlichen, ruhigen Sprache zu folgen und die lebensbejahende Aussage seiner Philosophie zu folgen.
Fazit: Eine Parabel über das Leben und die Liebe, die Mut macht und Mut fordert.