Schon der Einstieg in die Geschichte macht klar, hier wird es für die Protagonistin schwer werden, andere von der Wahrheit zu überzeugen. Die zufällige Begegnung mit einem Obdachlosen lässt die eher chaotische und gerade erst selbst sesshaft gewordene Fran Varady von einer Entführung erfahren.
Die Polizei scheint an der Geschichte ziemlich uninteressiert zu sein und so packt die junge Gelegenheitsdetektivin der Ehrgeiz und vor allem der Glaube an die Aufrichtigkeit des verwahrlosten Mannes, der zudem plötzlich auch noch verschwindet.
Anzeige Eine aufregende Suche beginnt und so harmlos bürgerlich das ganze Geschehen wirken mag, so spannend entwickelt sich das kriminalistische Rätsel. Besonders die präzise Beschreibung der jungen Kriminalistin und die sehr persönlichen Einblicke in deren privates Leben und Wesen machen den Roman so individuell nah. Fast scheint es so, als wäre Fran Varady eine gute Bekannte, eine Nachbarin, deren Alltag einem wohlbekannt und vor allem absolut verständlich und nachvollziehbar ist.
Die Geschichte entwickelt sich so, dass man mit Fran Varady mitzweifelt, mitfiebert und sich über die kleinen Niederlagen ärgert, über die kleinen und schließlich den großen Erfolg jedoch freut. Solche Geschichten gefallen, man kann sich identifizieren, sie mit erleben und mit einem guten Gefühl am Ende das Buch zuklappen.