»Torak weigerte sich, es als böses Vorzeichen aufzufassen.
Was da vor ihm im Schnee lag, war bloß eine ganz gewöhnliche Eulenfeder. Das war sein erster Fehler.
Leise ging er zu der Fährte zurück, der sie schon seit dem frühen Morgen folgten. Die Hufabdrücke schienen frisch zu sein. Torak zog den Handschuh aus und betastete sie.«
Diesmal verschwindet Wolf auf der Jagd im Winter plötzlich. Menschen haben ihn entführt, doch es kann sich nicht um gewöhnliche Menschen handeln. Seelenesser sind es, die die Dämonen beschwören wollen und damit die Herrschaft über die Clans gewinnen wollen. Dafür brauchen sie Opfer. Eines davon soll Wolf werden und Torak und seine Freundin Renn, die so gut mit dem Bogen umgehen kann, folgen ihren Spuren, um ihren Gefährten zu retten.
Anzeige Magie und Realität verschwimmen auch in diesem Band und zeigen, wie sich eine Umwelt anfühlt, in der alles belebt ist, in der magische Gesetze gelten, keine Naturgesetze. Wieder erleben wir Torak und fühlen mit ihm, erleben die Welt aber auch durch Wolfsaugen und Wolfsnase.
Nach dem großartigen ersten Band "Wolfsbruder" und dem schwächeren zweiten "Torak", kann sie im dritten wieder an Spannung und Bilderreichtum des ersten anknüpfen.
Ein wundervolles Kinder- und Jugendbuch, das man allerdings frühzeitig vor Geburtstagen kaufen sollte, um es vor dem Verschenken erst mal selbst zu lesen.