Mit Ölbildern assoziieren die meisten Menschen wertvolle großformatige Bilder von weltbekannten Malern. Besonders im 16. Jahrhundert waren Ölfarben die Lieblingsfarben der Maler schlechthin. Die Bilder faszinieren mit ihrer ungeheuren Leuchtkraft und sind damit sehr eindrucksvoll. Doch auch ganz normaler Hobbymaler können sich getrost an Ölfarben heranwagen und ihre Eigenschaften kennen lernen. Wertvolle Tipps beim Umgang mit diesem Medium gibt dieses Buch.
Doch bevor man einfach darauf los malt, sollte man sich zunächst mit einigen grundsätzlichen Dingen beschäftigen. So gibt es zum Beispiel etliches zu den Materialien zu sagen, denn Farbe ist nicht gleich Farbe und auch bei der Auswahl von Pinseln und anderen Utensilien wie Malmesser, Reinigungsmittel und Malgründe gibt das Buch nützliche Tipps.
Weiter geht es mit hilfreichen Informationen zu Maltechniken, Farbkreis, wie man richtig mischt und welche Effekte man mit welcher Pinselführung erzielen kann. Auch zum Thema Skizzen anfertigen und Komposition finden sich Hinweise und Anregungen.
Anzeige Danach lässt sich das Buch wie ein Kursbuch nutzen. Es werden 12 Projekte zur Gestaltung unterschiedlicher Motive vorgestellt und Schritt für Schritt vorgemalt. Der Künstler zu Hause soll dabei einfach durch nachmalen und ausprobieren herausfinden, wie die Bilder am besten gelingen. Dabei soll anhand der Projekte jeweils eine bestimmte Technik besonders geübt werden. So werden Schwerpunkte auf Struktur, Farbe, Perspektive und Kontrast gelegt.
Das Buch ist sehr interessant, um zu lernen, welche unterschiedlichen Effekte sich mit Ölfarben erzielen lassen, je nachdem wie man arbeitet.
Bei dem Teil „Materialien und Techniken“ erfährt man neben grundsätzlichen Dingen aber auch sehr nützliche Tricks mit denen man Probleme beseitigen kann. So kämpfen viele Maler zum Beispiel mit dem Problem, dass die Farbe viel zu lange zum Trocknen braucht oder sich schlecht verarbeiten lässt. Hier gibt die Autorin Hinweise, dass es spezielle Farben gibt, die schneller trocknen, oder bestimmte Malmittel zum Verdünnen der Farben. Somit eignet sich das Buch außerdem hervorragend als Lehrbuch.
Bei dem zweiten Teil, mit dem man durch die zwölf Projekte Schritt für Schritt das Malen mit Ölfarben lernen soll, fällt allerdings auf, dass die Motivauswahl der vorgestellten Bilder nicht besonders gelungen ist.
Zwischen den einzelnen Projekten finden sich noch interessante Galerieseiten passend zur Technik, die vertieft werden soll. Hier werden jeweils ausgewählte Werke anderer Künstler vorgestellt.
Außerdem gibt es ein Register und ein Glossar in dem man wichtige Begriffe wie zum Beispiel „Alkydfarben- und Malmittel“ oder „Firnis“ nachschlagen kann.