Träumer, Schulschwänzer und Genies – Mutbuch für Visionäre
Berühmte Menschen – bisweilen „VIP“ (Englisch für „Sehr wichtige Person“) genannt – erreichen diesen Status oftmals zufällig. Geschickte Strategien von Öffentlichkeitsarbeit oder der Vermarktung sorgen für eine Erhöhung, die selten einer tatsächlichen Leistung für die Allgemeinheit entspricht. Andererseits bleiben oftmals Menschen im Verborgenen, die es verdient hätten, bekannter zu sein, da ihre Leistung oder ihr Wirken der Menschheit oder zumindest bestimmten Gruppen deutlich einen „Gewinn“ erbracht hat.
Das Buch „Geniale Querköpfe“ greift zwar auch eher Köpfe von gewissem Bekanntheitsgrad heraus, macht aber auch deutlich, dass sie es allesamt keineswegs von Anfang an darauf ausgelegt hatten, berühmt zu werden. Ihnen ging es vielmehr um das unter hohem individuellem Einsatz bedingungslose Verfolgen einer Idee, einer Vision, eines Lebenszieles. Das zeichnet wahre Persönlichkeiten aus und deren Erfolge oder Errungenschaften sind es, die im Nachhinein diese Menschen berühmt machen.
Die sehr locker beschriebenen Lebensgeschichten der achtzehn Persönlichkeiten der Zeitgeschichte lassen die Lesenden teilhaben an deren oftmals gar nicht so leichten Lebenswegen und -entwicklungen. Harte und schwierige Lebens- und Alltagssituationen, Missachtung, mangelnde Anerkennung oder ungläubiges Kopfschütteln – fast immer wurden die Phantasien oder Visionen ungläubig und abschätzend behandelt. Starker Wille, Mut und Durchsetzungskraft sowie der unumstößlliche Glaube an die eigene Kraft und die eigenen Fähigkeiten waren Antriebsfeder und letztlich Erfolgsrezept für Muhammed Ali, Gérard Depardieu, Albert Einstein, Maria Sibylla Merian, Bill Gates, David Livingstone, Mary Shelley, die Gebrüder Wright, Ringo Starr, Steven Spielberg, Margarete Steiff, Artur Fischer, Justus von Liebig, Jean-François Champollion, Clärenore Stinnes, Thomas Alva Edison und Jules Verne, die in dem Buch ihre Würdigung erfahren und von den Autoren auf sehr persönliche Weise ein Gesicht erhalten.
Die künstlerisch-collagierten Illustrationen und Bilder lockern die ohnehin schon sehr leicht lesbaren Texte ergänzend auf und es macht Spaß, sich mit den einzelnen mehr oder weniger bekannten wirklichen Berühmtheiten zu beschäftigen. So werden die Menschen lebendig und greifbar.
Lebensgeschichten können so spannend sein, wenn man sie auf diese Weise beschreibt, wie es Christof Gießler und Hubert Warter getan haben. Sie ermuntern, an sich zu glauben und eigene Vorstellungen und Ideen bedacht, aber engagiert zu verfolgen.