Nach 20 Jahren nutzt Sabine Moser den Anlass und kehrt wegen ihres Klassentreffens zurück in ihr Heimatdorf und damit auch zurück in ihre Vergangenheit. Das Zusammentreffen mit den alten Klassenkameraden wird jedoch überschattet von dem plötzlichen Verschwinden eines kleinen Jungen, dem Sohn ihrer Jugendliebe Leonhard.
Sabine kann sich der anstehenden Suche nicht entziehen und wird von ihrer damals guten Freundin Mia zum Bleiben überredet. Das ganze Dorf unterstützt die polizeiliche Suche, doch ohne Erfolg. Max bleibt verschwunden. Durch einen anonymen Brief rückt plötzlich der im Dorf sehr beliebte Oberschulrat Körbler ins Zentrum der Ermittlung. Angeblich soll er eine Vorliebe für kleine Kinder haben.
Anzeige Mit der ganzen Aufregung, die sich im Dorf breit macht, brechen auch bei Sabine alte Wunden auf und ihre längst verdrängt geglaubten Erfahrungen, die sie im Dorf gemacht hat, sind mit einem Schlag wieder präsent.
Lisa Lerchers Roman weist einige Schwächen auf. Obwohl die Geschichte eines kleinen Jungen, der plötzlich verschwunden ist, an sich Stoff für einen guten Krimi bieten könnte, will in Lerchers Roman einfach keine Spannung aufkommen. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und es passiert eigentlich gar nichts. Ebenso lässt die Auflösung des Falls einiges zu wünschen übrig. Auch der zweite Handlungsstrang, der sich mit der Vergangenheit der Protagonistin befasst, erscheint immer nur so am Rande und wird kaum richtig beleuchtet, wodurch die Verwebungen der beiden Handlungsebenen den Krimi noch um einiges langatmiger werden lässt. Auch sprachlich ist es nicht immer leicht durch den österreichischen Akzent durchzusteigen, vor allem, da gewisse Ausdrücke im Deutschen anders konnotiert sind, als dies im Österreichischen der Fall ist.
Alles in allem habe ich mich sehr schwer getan bis zum Ende durchzuhalten, denn was ist ein Krimi ohne Spannung?!