Kennt ihr nicht den Zauberwald? Dort wo 100.000 Bäume stehen, auf denen 100.000 Träume wachsen? Dann sollte dieser Zustand schleunigst geändert werden, denn gerade zur Weihnachtszeit ist es im Zauberwald besonders schön. Dann nämlich kommen die Engel zur Erde nieder und verbreiten eine ganz besondere Atmosphäre. Und diese spürt man in den vielen Gedichten und Geschichten, die der Autor Heinrich Hannover in seinem Buch "Weihnachten im Zauberwald" zusammengetragen hat.
Modern und zugleich klassisch, so lassen sich die Erzählungen des Juristen, der eigentlich Förster werden wollte, charakterisieren. Dabei sind seine kleinen Engel alles andere als wirklich brave Wesen. Denn es gibt auch im Himmel Geschöpfe, die tollpatschig daher kommen und gar ein ganzen Kuchenblech voller Plätzchen auf die Erde schütten, oder solche, die sich bei ihrem Besuch auf der Erde den Flügel brechen und von Dr. Pflastermann versorgt werden müssen. Nur gut, dass Engelflügel binnen einer Nach heilen!
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Neben den Erzählungen Heinrich Hannovers sind in diesem Buch einige Gedichte veröffentlicht worden, die durchaus auch einmal einen frechen Blick auf die vorweihnachtliche Zeit werfen. Als Leser kommt man unweigerlich nicht darum herum, über Hannovers Texte zu schmunzeln. Sie sind übrigens nicht nur für Kinder eine hübsche Lektüre, sondern sprechen auch Erwachsene an. Nicht zuletzt mag dies an den eigenwilligen Illustrationen von Selda Marlin Soganci liegen, die farbenprächtig und ansprechend Figuren zum Leben erweckt hat, die so gar nicht in das Bild des "herzigen Engels" passen wollen.
Das Buch von Heinrich Hannover strahlt eine Ruhe aus, die selten zu finden ist. Man spürt in seinen Texten tatsächlich – abseits von Alltag und Hektik – so etwas wie "besinnliche Weihnachten".