Die Geschichte beginnt mit zwei Königen. Der eine war klein und dick und der andere war lang und dünn. Der dicke König war so fett, dass er in seinem Thron eingeklemmt war und nicht mehr hinaus kam. Der dünne König war so klapprig, dass ihm immer die Hose runterrutschte, sodass er sie immer festhalten musste.
Die beiden Könige fanden das gar nicht toll, denn sie mussten ja auch Reden halten. Der dicke König konnte keine Reden halten, denn er war ja in seinem Thron gefangen. Der dünne König konnte zwar Reden halten, indem er seine Hose festhielt, aber so hatte er dann keine Hand mehr für das Zepter frei. Und wer hört schon auf einen König ohne Zepter? Bei dem dünnen König gab es dreimal am Tag Nudelsuppe und das jeden Tag. Bei dem dicken König gab es immer drei Gänge mit fettigem Essen, aber das auch jeden Tag.
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Irgendwann war es dann so weit und die Könige schickten ihr Köche weg, um neue Rezepte zu erfinden. Der dünne Koch sollte dahin verschwinden, wo der Pfeffer wächst und der dicke Koch soll dahin, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. So blieb ihnen nichts anderes übrig, als dahin zu gehen, wo sie hinbefohlen wurden. Sie beide wussten jedoch nicht wo dieser Ort war, also begaben sie sich auf den höchsten Berg, um Ausschau zu halten. Als sie sich oben trafen, hatten sie die Idee, einfach ihr Rezepte zu tauschen. Jeder sagte also sein Rezept und dann gingen sie wieder, um es auszuprobieren. Als sie es kochten, fiel ihnen auf, dass sie einiges vergessen oder vertauscht hatten. Also gingen sie wieder auf den Berg. Diesmal formten sie eine Tonkugel, die innen hohl war. Dann formten sie aus Ton noch die Zutaten und gaben sie in die Kugel. Dann ließen sie alles gut in der Sonne trocknen und machten sich auf den Weg. Dem einen jedoch fiel die Kugel herunter und zerbrach, dem anderen fielen die Zutaten heraus. Doch das bemerkten sie erst viel später. So ging es immer weiter, bis sie eine geniale Idee hatten. Diesen Einfall möchte ich euch nicht verraten, denn ihr könnt das ja selber nachlesen.
Dieses Buch zeigt auf lustige Weise, wie die Schrift und das Alphabet entstanden sind. Besonders gut gefallen hat mir, dass alles schrittweise erzählt wird. Obwohl das Buch ein Sachbuch ist, wird alles anhand einer Geschichte erklärt, die sehr leicht zu lesen ist. Außerdem ist der Text sehr verständlich geschrieben. Ich habe es an einem Abend regelrecht verschlungen.
Es gibt viele Zeichnungen, wo man die Könige und ihr Köche sehen kann. Sie haben eine ausdrucksstarke Mimik, über die ich sehr oft schmunzeln musste. Die Figuren sehen genauso aus wie im Text beschrieben. Auf den Bildern hat man einen Blick aus außergewöhnliche Perspektiven, oft von oben herab. Für mich waren die Bilder das Beste am Buch. Es lohnt sich dieses Buch zu lesen, denn es ist ein toller Lesespaß.
Jens Reinländer Warum ist ein A nicht so krumm und ein O nicht so...? Die Fabelhafte Entdeckung der Buchstaben
Illustrationen von Lilli Messina
Baumhaus Verlag
82 Seiten, gebunden, 12,90 Euro
ISBN: 3-8339-2600-7