Sintflutartige Regenfälle legen auf einem sumpfigen Hügelrücken einen zweihundert Jahre alten Leichnam frei. Dieser Fund bringt Jane Gresham auf die Spur eines verschollenen Epos, an dessen Existenz bislang nur sie allein geglaubt hatte. Doch jeder, bei dem sie das wertvolle Manuskript vermutet, stirbt … Der geheimnisvolle Leichnam aus dem Moor ist mit bizarren Tätowierungen aus der Südsee bedeckt.
Könnte das Fletcher Christian gewesen sein, der legendäre Anführer der Meuterei auf der Bounty?
Ist er heimlich zurückgekehrt, und hat er mit seiner abenteuerlichen Geschichte seinem Jugendfreund, dem berühmten Dichter William Wordsworth, den Stoff für ein verschollenes Meisterwerk geliefert?
Anzeige Die junge Literaturwissenschaftlerin Jane Gresham hat es sich in den Kopf gesetzt, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie will das Epos finden, von dessen Existenz sie schon lange überzeugt ist. Doch die möglichen Erben des Gedichts sterben, noch bevor sie mit ihnen reden kann - und Jane selbst begibt sich in tödliche Gefahr.
Denn dem Manuskript ist noch jemand anders auf der Spur. Er hat den gleichen Plan - und absolut keine Skrupel ...
Die Bounty. Wie kaum ein anderes Schiff ist dieses den Menschen im Gedächtnis geblieben. Nicht zuletzt deshalb, weil sich doch die Geschichte um die weltberühmte Meuterei perfekt als Stoff für zahlreiche Filme, Romane Theaterstücke, aber vor allem für Spekulationen eignet. Am 23. Dezember 1787 in See gestochen, sollte der Dreimaster unter Leutnant Bligh (Kapitän wurde erst nach seiner Rückkehr nach England) Pflanzen des Brotfruchtbaumes von Tahiti zu den Antillen bringen.
Doch auf der Rückfahrt von Tahiti kam es dann zu der berühmten Meuterei, an deren Ende Bligh zusammen mit 20 anderen Seeleuten auf hoher See in einer Barkasse ausgesetzt wurde. 48 Tage nach der Meuterei, am 14. Juni 1789 erreichte Bligh unter widrigsten Umständen mit seiner Besatzung Kupang auf Indonesien. Diese Fahrt gilt seitdem als eine der größten Meisteleistungen der Seefahrtsgeschichte.
Die Autorin
Val McDermid wuchs in der kleinen Stadt Kirkcaldy an der Ostküste Schottlands auf. Sie verbachte einen großen Teil ihrer Kindheit bei ihren Großeltern in dem Kohlearbeiterdorf East Wemyss. Mit nur 17 Jahren wurde McDermid zur Überraschung aller am St. Hilda´s College in Oxford aufgenommen - als eine der jüngsten Studentinnen überhaupt.
Von der riesigen Bibliothek des Colleges begeistert, reifte in McDermid der Wunsch, ihr Glück als Autorin zu versuchen und so wurde sie zunächst Journalistin. Nachdem sie bereits einige Preise gewonnen hatte, arbeitete sie, nach zwei Jahren in Devon, 14 Jahre lang für Tageszeitungen in Glasgow und Manchester. Gleichzeitig versuchte sie, sich langsam als Schriftstellerin zu etablieren.
Bereits mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der jedoch von jedem Verlag in London abgelehnt wurde. Über einen befreundeten Schauspieler gelangte das Skript jedoch ans Theater, wo es dann tatsächlich aufgeführt wurde. Doch von ihrem Weg als Dramatikerin war McDermid nur wenig begeistert und so wandte sie sich schließlich dem Krimischreiben zu.
Mit "Report for Murder" begann somit 1987 eine beeindruckende Krimikarriere.