Wie schön, dass ein Jahr so lang sein kann, 365 Tage mit 365 Aufnahmen von einer eben rund ums Jahr verzaubernden Insel.
Mallorca, man muss dort gewesen sein, um zu wissen, dass das ohnehin überholte Klischee der Putzfraueninsel, das hässlich laute und derbe Image der Ballermann-Szenerie und die übervollen Strände samt Hochhaus-Skyline nicht das ist was, das eigentliche Wesen der prominentesten Balearen-Insel ausmacht.
Römer, Griechen, Phönizier und Mauren kamen auf die Insel mit ihrer wechselvollen Geschichte, hinterließen Spuren, prägten Kultur und Brauchtum. Aber genauso vielfältig wie die historischen Spuren sind Landschaft und Natur selbst. Traumstrände, versteckte Buchten, die pure Idylle und Schönheit bieten, schroffe Küstenabschnitte mit hohen Felsen und zerklüfteten Bergen. Und immer wieder rund ums Jahr das milde Klima. 365 Tage und Bilder einer Insel mit ihren vielen Gesichtern, eine in der Tat "einzigartige Reise zu den schönsten Orten".
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Um es vorweg zu sagen: es gibt sicherlich fotografisch eindrucksvollere Bilder dieser bezaubernden Insel, die brillanter, raffinierter, atemberaubender sind. Aber dennoch: im Laufe dieses Bilderjahrs wurden markante, wichtige und absolut empfehlenswerte Stationen, Orte und Stimmungen eingefangen: der Schnee im Januar, die Mandelblüte im Februar, das Erwachen der Vegetation im März, die Feste, die Attraktionen, die versteckten Orte, die lauten Touristen-Treffpunkte, das Verborgene, das Entlegene, das Typische. Eine gelungene und ausgewogene Mischung aus Natur und Bauwerken, Orts und Gebirgsfotos, schillerndem, tief blauem Wasser und romantischen Buchten mit Südsee-Flair, typischen Handwerken und, nicht zu vergessen, den kulinarischen Schätzen der Insel. All das findet sich auf den gut beschriebenen Bildern eines jeden Tages, passend den jeweiligen Jahreszeiten zugeordnet. Und was für den einen zur wehmütigen Erinnerung an die liebgewonnene Mittelmeerinsel wird, dienst dem anderen zur neuerlichen Vorfreude auf den nächsten Pauschalurlaub. Das Gesicht Mallorcas ist so unterschiedlich wie seine Gäste.
Wer Spaß hat, kann das im wahrsten Sinne des Wortes ‚dicke Bilderbuch’ als Kalender benutzen oder vielleicht ja auch als Tagebuch, Platz genug bleibt auf jeder Seite, die jeweils eingeleitet wird mit einem Zitat aus der Weltliteratur. "Die Mallorquiner sagen, es gäbe keinen schöneren Tagesanbruch, als den auf der Insel, wenn Mallorca aus seinem mittelmeerischen Schlafe erwacht. Die Hälfte der Passagiere kommt an Deck zusammen, um dort, wo die dunklen Hügel enden, die Sonne über dem Meer aufgehen zu sehen. Während der blassrote Glanz goldener wird, ebben die Gespräche ab und verstummen schließlich ganz...." Wer Mallorca kennt, weiß, es ist tatsächlich so!