Guido Gozzano (1883–1916) lebte in seiner Geburtsstadt Turin, wo er ein Jurastudium begann, aber nicht zu Ende führte. Aus großbürgerlichem Elternhaus stammend, konnte er sich – schon als Student an Tuberkulose erkrankt – ganz seinen literarischen Neigungen widmen: Er veröffentlichte Gedichte, Kurzromane, Erzählungen und Märchen, die stark vom Symbolismus belgisch-französischer Prägung beeinflusst sind, und zählt heute zu den bedeutendsten Vertretern der Gruppe der »Crepuscolari«. 1912/13 begab sich Gozzano, der leidenschaftlicher Insektenforscher war, auf die Jagd nach Schmetterlingen und neuen Eindrücken in Indien. Seine Reiseberichte erschienen postum 1917.