Bär und Biene sind beste Freunde, auch wenn sie vom Äußeren total unterschiedlich sind. Dafür teilen sie aber die Vorliebe für Honigplätzchen und fürs Reden. Oft sitzen sie dafür zusammen auf dem Nachdenkstein oder in Bärs Höhle und denken gemeinsam über alles Mögliche und Unmögliche nach.
So sitzen Bär und Biene eines Nachts gemeinsam in der Höhle vom Bär. Der große Braune schaukelt im Schaukelstuhl und zusammen betrachten sie durchs Fenster den großen Mond, der am nächtlichen Himmel scheint. Dann fragt Biene plötzlich, ob man den Mond wohl fangen könnte. Vielleicht wenn man ein Netz mit einem ganz langen Stock hätte und der Mond ganz still hält oder so. Gemeinsam mit Bär denkt sie darüber nach, wie weit weg der Mond sein mag.
Ein anders Mal lädt Bär Biene ein, mit ihm Schwimmen zu gehen, weil heute das Wetter so toll ist. Doch Biene kann gar nicht schwimmen und so will Bär es ihr beibringen. Am Ende stellt Biene jedoch fest, dass es ihr viel besser gefällt, wenn Bär auf dem Rücken im Wasser treibt und sie derweilen auf seinem Bauch sitzen kann.
Anzeige Wieder ein anderes Mal steht Bär vor dem Spiegel und findet sich plötzlich viel zu dick. Als er Biene seine Bedenken mitteilt, fürchtet sie plötzlich ebenfalls, dass sie vielleicht heute viel zu gelb ist. Das ist natürlich Blödsinn findet Bär, denn Biene ist immer gelb. Und genauso ist Bär auch schon immer dick gewesen. In weiteren Geschichten geht es um das Bauen einer Höhle für den Winter, um andere Waldbewohner, das Verhalten untereinander, ums Irren, Sterne, Regen und vieles mehr.
Insgesamt 15 solcher kleinen, einzelnen Geschichten finden sich auf diesem Hörbuch. Bär und Biene denken dabei über alle möglichen Dinge nach, die so im Alltag passieren und stellen sich Fragen, wie auch kleine Kinder sie ihren Eltern stellen könnten. Die Geschichten geben dabei Denkanstöße, auch selbst über gewisse Dinge einmal nach zu denken, beziehungsweise andere Dinge auch nicht überzubewerten, wie beispielsweise das Aussehen.
Manchmal erscheinen die kleinen Diskussionen schon wahrhaft philosophisch angehaucht, wenn es um Fragen geht wie „Wo komme ich eigentlich her?“, „Wo gehe ich hin, wenn ich sterbe?“, doch auch solche Fragen werden interessant und kindgerecht diskutiert.
Besonders schön sind sicherlich die Stimmen, die der Vorleser Edgard M. Böhlke den beiden Tieren gibt. So scheint Bär bei allem, was er sagt tatsächlich zu brummen, was ihm einen sehr authentischen Touch gibt, ihn groß und gemütlich erscheinen lässt. Biene dagegen spricht mit einer hohen Stimme und scheint dann und wann etwas schüchtern, wie es zu einer kleinen gelben Biene eben passt.
Gleichzeitig liest er die Geschichte deutlich und langsam genug, so dass auch kleine Kinder ohne Probleme folgen können.
Die einzelnen Kapitel sind zwischendurch mit angenehmer Instrumentalmusik untermalt, dann und wann hört man auch Vögel zwitschern, wenn Bär und Biene auf dem Nachdenkstein in der Natur sitzen. Da fühlt man sich, als ob man auch im Wald säße und Bär und Biene beim Erzählen zuhören könnte.
Für die, die noch mehr Geschichten vom Bär und Biene hören möchten, gibt es noch das Hörbuch „Neues von Bär und Biene“. Hier geht es zum Beispiel um Anziehsachen, Poesie schreiben, Kranksein und zum Doktor gehen, Taubsein, Denken, alt werden und einiges mehr.