Christiane Thiel ist Preisträgerin des Jahres 2007
Die sechsköpfige Jury wählte aus 298 eingesandten Manuskripten ein realistisches Jugendbuch aus. Christiane Thiel legt mit »Das Jahr, in dem ich 13 ½ war« ihre erste schriftstellerische Arbeit vor. Der Titel erscheint im März 2007 in der Reihe Gulliver-Taschenbuch.
Protagonistin Tine, deren Leben bislang in ruhigen Bahnen verlaufen ist, muss zusehen, wie sich ihre Welt rasant verändert. Ihre Mutter hat einen neuen Mann, der vollkommen anders denkt und die Familie gehörig durcheinander bringt. Auf einmal hat Tine noch eine kleine Schwester und muss sich mit Dingen wie Taufe und Glauben auseinandersetzen, was ihr als Leipzigerin recht exotisch erscheint. Und außerdem erfährt sie vom dunklen Geheimnis ihrer Freundin. Lieber hätte sie nichts davon gewusst.
Aus der Jurybegründung: »Die Autorin erzählt in einer genauen und bildreichen Sprache an den Gefühlen und Gedanken des Mädchens entlang. Eine Geschichte voller Atmosphäre und Leichtigkeit, die eindrücklich die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens beschreibt.«
Christiane ThielAutorin Christiane Thiel wurde 1968 geboren und wuchs in Freiberg/Sachsen auf. Sie studierte zunächst Mathematik, später Theologie und arbeitet heute als Stadt-Jugendpfarrerin in Leipzig.
Der Peter-Härtling-Preis der Stadt Weinheim wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 5.555 EUR dotiert. Die Jury besteht aus Peter Härtling (Autor), Hans-Joachim Gelberg (ehemaliger Verlagsleiter Beltz & Gelberg), Christoph Schmitz (Deutschlandfunk), Dietmar Pfennigschmidt (Leiter der Stadtbibliothek Weinheim), Kathrin Mühlfellner (Buchhändlerin) und Susanne Krüger (Professorin an der Hochschule der Medien in Stuttgart).