spacer
spacer
Logo
Rotationsbanner 468x60



 
Hauptmenü
Startseite
Suche
Buch
Hörbuch
Film zum Buch
Vorschau
Videos
Magazin & Interviews
Autoren
Verlage
Forum
News
Service
Branchenbuch
Extras
Shop
Newsletter
Mediadaten/Werbung
Impressum
Newsletter
Wöchentliche Buchtipps, Buchpakete gewinnen & Neuigkeiten - Hier abonnieren

Hinweise zum Newsletterversand
Zu Google hinzufügen
Fügen Sie die literature.de-Rezensionen zu iGoogle hinzu
 

Startseite arrow Buch arrow Die ungeliebte Universität

Die ungeliebte Universität PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ernst Grabovszki, am 30-10-2006 14:00
Editorbewertung Keine Bewertung
Durchschnittliche Benutzerbewertung Keine Bewertung
Favoriten 25

Die ungeliebte UniversitätIst die Unversität am Ende?

Was wird heutzutage nicht alles geklagt über die Universitäten: volle Hörsäle, zu viele Studierende, überlastete Lehrende. Den Abiturienten muss doch nur mehr grauen, wenn sie vor der Entscheidung stehen, ein Studium zu beginnen. Außenstehenden mag die Universität sowieso als eine nach vier Seiten offene Bühne (vielleicht auch als geschlossene Anstalt) seltsamer Komödianten vorkommen, die nicht immer wissen, wann sie auftreten und abgehen müssen, und bei denen es gelegentlich auch schon mal Texthänger gibt. Aber das ganze Theater hat einen Sinn, auch heute noch: Die Universität muss sich als vorderste Bildungsinstitution behaupten.

Geklagt wird vor allem von jenen, die die Universität als Institution der klassisch-bürgerlichen Bildung schon in anderen Zuständen erlebt haben und in den letzten Jahren und Jahrzehnten ansehen mussten, wie sich der Hort der Forschung und Lehre nicht nur durch bildungspolitische Reformen stark verändert hat. Jochen Hörisch, Professor für Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim, hegt in seinem jüngsten Buch „Die ungeliebte Universität“ einen kühnen Wunsch: „Rettet die Alma mater!“ ruft er gleich im Untertitel aus, also jene Form der universitären Kultur, Forschung und Bildung, die unbeschadet von Reformgier, Evaluierungswut, gut gespitzten Sparstiften und anderen Undingen der Jetztzeit im 19. Jahrhundert existierte – und wie es sie vielleicht heute noch in den Vereinigten Staaten gibt. Doch wie sieht es in Deutschland aus? Desinteresse der Politik, „Bologna-Prozess“ (Angleichung von Studiengängen in Europa) oder Germanistik-Studenten, deren Rechtschreibkenntnisse sogar schon von Automechanikern überboten werden.

Natürlich muss Hörisch angesichts von solchen Entwicklungen und Zuständen, die allerdings nicht nur die Institution Universität zu verantworten hat, rot sehen. Und sein Plädoyer für die ‚alte’ Universität ist somit ein notwendiges Korrektiv zum Diskurs der Hochschulpolitik (nicht nur in Deutschland), weil es ein Bewusstsein dafür schafft, dass es schon mal anders (will sagen: besser) war. Dennoch: Wenn heute „die deutsche Universität [...] fraglos an Ansehen, Würde, Macht und Einfluss verloren“ hat, was gibt es dann eigentlich noch zu retten? Und warum? Hörisch schlägt vor: das interdisziplinäre Gespräch der Lehrenden, „akademische Geselligkeit“ zwischen Dozenten und Studierenden, Abschaffung von Gremiensitzungen, die nicht der Verbesserung von Lehre und Forschung dienen, die Entwicklung gemeinsamer Themen und Probleme zum Zweck der wissenschaftlichen Debatte, ausreichende Personal- und Sachressourcen und vor allem – Ruhe, in deren Schutz sich die Alma mater abseits der Reformhektik erholen und wieder zu sich selbst finden kann.

Hörischs kurzweiliges und informatives Plädoyer für eine andere Hochschule sollte allen Studienanfängern als Pflichtlektüre verordnet werden. Und es möge auch auf den Schreibtischen jener einen Platz finden, die sich der Hochschulpolitik verschrieben haben.

Jochen Hörisch
Die ungeliebte Universität
Rettet die Alma mater!
Carl Hanser Verlag (Edition Akzente)
ISBN 3-446-20805-4
EUR 14,90

Hier bestellen:



Letztes Update: 30-10-2006 12:27

Veröffentlicht in : Buch, Schule/Studium
Schlüsselworte : uni, universität, almer mata, hörisch
Artikel zitieren Zu meinen Favoriten hinzufügen An Freund senden Ähnliche Themen

Benutzerkommentare (0) RSS feed Kommentar
Nur registrierte Benutzer können einen Artikel kommentieren. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.

Keine Kommentare vorhanden

Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu



mXcomment 1.0.6 © 2007-2008 - visualclinic.fr
License Creative Commons - Some rights reserved
< Zurück   Weiter >
spacer
Suche
Anzeige

Ihre Anzeige hier
Anmeldung
Warum anmelden?
Mehr erfahren...
Statistik

9.412 Rezensionen, 1.534 Autorenporträts,  1.956 Clubmitglieder, uvm.

Wer ist Online
Aktuell sind 495 Gäste online und 1 Mitglied online
Ähnliche Themen
Forum
Anzeige
RSS-Feeds


Hörbücher hier herunterladen!

Impressum  |  Kontakt  |  AGB  |  Blog  |  FAQ  |  Werben auf literature.de  |  Presse  |  Jobs  |  RSS-Feeds

Partner: frueherlesen | blaetterrauschen | Zu Google hinzufügen

© 1998-2008 literature.de - literaturschau-mediendienst und content-newmedia.de  |  litstats

Alle Rechte vorbehalten - kein Teil der Inhalte darf auf anderen Seiten / in anderen Medien ohne Zustimmung von literature.de verwendet werden!

Empfehlungen:

spacer