Patsy freut sich riesig! Bald fangen die Sommerferien an und sie hat geplant, ganz viel Zeit mit ihrer Bande, den „Four Tops“, zu verbringen.
Doch dann kommt etwas dazwischen. Der Ehemann ihrer Oma aus Wales ist gestorben und nun fühlt sich die alte Frau sehr einsam. So schlagen Patsys Eltern der Oma vor, doch für drei Wochen nach Deutschland zu kommen. Das allein wäre ja nicht so schlimm, denn Patsy mag ihre Oma. Doch leider traut die alte Frau sich nicht alleine zu fliegen und so soll Patsys stinklangweiliger und dämlicher Cousin Henry James Fitzgerald mitkommen.
Patsy ist total enttäuscht, denn statt viel Zeit mit ihren Freunden zu verbringen, stehen jetzt Stadtrundgänge und ähnliches Kulturzeug an. Außerdem muss Patsy ihren Cousin überall mit hinnehmen. Die Ferien scheinen im Eimer zu sein.
Aber es kommt noch schlimmer. Henry, den Patsy aus lauter Ärger nur noch „Hey J“ nennt, soll auch noch in ihrem Zimmer schlafen und das für drei Wochen. Patsy möchte am liebsten sofort zu ihrer Freundin ziehen, aber ihre Eltern sind natürlich dagegen.
Und schon geschieht die nächste Katastrophe: Als Patsy mit ihren Freunden in die Schule geht, stellt die Bande plötzlich fest: Ihr Bild, das als schönstes Bild der Schule im Eingangsbereich aufgehängt wurde, ist mit Farbbomben beworfen worden und nun total verunstaltet. Wer ist das gewesen?
Zum Entsetzen Patsys will ausgerechnet Hey J nun herausfinden, wer der Täter ist. Na, ob ihm das gelingt? Patsy ist sehr skeptisch! Aber nach und nach stellt sich heraus, dass Hey J eigentlich gar nicht so schlimm ist, wie sie am Anfang gedacht hatte.
Der Autorin ist hier ein unglaublich spannender Krimi für Kinder gelungen. Wie kleine Detektive setzen die 12-jährigen alles dran, den Täter, der ihr Bild ruiniert hat, zu finden. Allerdings ist die Sache mit dem Bild nicht die einzige Hürde, die die Kinder zu nehmen haben. Wenig später wird auf einem Schulfest Violas Kasse geklaut. Sie hatte für andere Kinder Waffeln gebacken. Und wieder versucht Hey J der Bande bei der Überführung des Täters zu helfen.
Die Geschichte ist spannend und aufwühlend. Gleichzeitig fühlt man Mitleid mit Patsy. Denn ihre Eltern setzen sich einfach so über ihren Kopf hinweg und fragen nicht mal, ob sie es denn will, dass ein langweiliger, superpeinlicher, nur englisch-sprechender Idiot für drei Wochen in ihrem Zimmer übernachten kann.
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Das Hey J nur englisch spricht, ist sicherlich das Besondere an diesem Hörbuch. Wenn man schon etwas Englisch kann, ist es sicher kein Problem der Geschichte zu folgen. Der Junge sagt etwas auf Englisch und oft muss Patsy für ihre Freunde übersetzen. So versteht garantiert jeder was los ist. Zusätzlich finden sich im Begleitheft noch Vokabelhilfen. Die Wörter sind dabei nicht alphabetisch, sondern dem Lauf der Geschichte nach geordnet. So kann man Stück für Stück die unbekannten Wörter mitlesen. Auf diese Art und Weise kann man Englisch lernen und wird außerdem noch gut unterhalten.
Gelesen wird das Ganze von Christoph Gutknecht, der die Geschichte nicht nur vorträgt, sondern richtig lebt. Mit tiefer Stimme erzählt er verständlich und einfühlsam. Da macht Zuhören Spaß.