Jakob Wassermann wurde am 10. März 1873 in Fürth (Bayern) geboren. Er war der Sohn des jüdischen Spielwarenfabrikanten Adolf Wassermann. Nachdem die Fabrik des Vaters durch einen Brand zerstört worden war, arbeitete sein Vater als Versicherungsagent. 1885 veröffentlichte er erstmalig im "Fürth Tageblatt". Im gleichen Jahr brach er seine kaufmännische Lehre bei seinem Onkel ab. In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts war er als Lektor in der Redaktion des "Simplicissimus" sowie als Theaterkorrespondent der "Frankfurter Zeitung" in Wien tätig. Zu dieser Zeit machte er Bekanntschaft mit Thomas Mann, Rilke, Schnitzler und Hofmannsthal.1926 wurde der Schriftsteller in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen. 1908 veröffentlichte er "Caspar Hauser oder die Trägheit des Herzens", 1928 "Der Fall Maurizius". Wassermann erfreute sich von in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts großer Popularität. In seinen Werken setzt er sich mit dem Hass gegen die Juden auseinander.