Wölfe sind immer hungrig und haben ganz besonders rosa Schweinchen zum fressen gern. Doch da gibt es einen Wolf, der einfach viel zu langsam ist, um eines der leckeren Schweinchen zu fangen. Deswegen machen sich die anderen Wölfe immer über ihn lustig. So beschließt er, ganz traurig, zum Doktor Fuchs zu gehen und hofft dort eine Medizin zu bekommen, die ihn schneller laufen lässt.
Doch es kommt ganz anders als erwartet. Statt einer Medizin, bekommt der langsame Wolf rote Körner, die Schweinebaumsamen sein sollen. Wenn er diese Samen jeden Tag mit Schnellwuchsmittel begießt, rät Doktor Fuchs, würde ein Baum mit Schweinefrüchten wachsen. Ziemlich skeptisch geht der Wolf zurück nach Hause und pflanzt den ersten Samen. Und tatsächlich wächst schon am selben Tag ein Spross, der bald darauf die ersten Schweinchen trägt. Aber anstatt sich nun den Bauch voll schlagen zu können, rennen auch die Schweinchen einfach davon, als sie vom Baum fallen und der Wolf steht wieder am Anfang.
„Es war einmal...“, so beginnt das Buch und man erwartet ein spannendes Märchen. Doch die Moral des Märchens wird wohl den meisten von uns verschlossen bleiben, denn so recht, kann man die Geschichte inhaltlich nicht einordnen.
Der Wolf in der Geschichte wirkt recht einfallslos und da er aus den gemachten Erfahrungen auch nicht lernt, tritt er weiter auf der Stelle und kommt nicht vorwärts. Aber auch diese Interpretation kann angezweifelt werden. Sicher gibt die Geschichte beim Vorleser und beim zuhörenden Kind Anlass zu vielfältiger Diskussion über den Sinn der Geschichte.
Fazit: Die Aufmachung des Buches gefällt recht gut, die Bilder sind einfach gehalten und die Farbauswahl ist gelungen.
Maki Sasaki Der Schweinebaum Aus dem Japanischen von Takako Kato
Holger Kato kunst & verlag, Berlin
32 Seiten, gebunden, EUR 12,90
ISBN: 3938572019