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Leipziger Buchmesse 2006 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Monika Schönleben, am 14-03-2006 10:18
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Impressionen der Leipziger BuchmesseVom 16. bis zum 19. März öffnen sich in diesem Jahr die Pforten der Leipziger Buchmesse, dem größten Frühjahrstreff der Medienbranche. Auf 53.000 m² werden rund 2150 Aussteller aus 33 Ländern erwartet und selbstverständlich wird gehofft, den Besucherrekord des Vorjahres (mehr als 108.000 Besucher) erneut zu brechen.

Neben nationalen sowie internationale Autoren, wie beispielsweise Bret Easton Ellis und David Peace haben auch einige deutsche Musiker und Schauspieler ihr Kommen angekündigt.
Der Schwerpunkt der diesjährigen Messe liegt auf Bildung, Schule und Unterricht, doch im Jahr der Weltmeisterschaft spielt natürlich auch das Thema Fußball eine Rolle.

Leipziger Buchmesse mit Aussteller- und Flächenzuwächsen, neuen Länderbeteiligungen und noch mehr zum Thema Junge Literatur


Rund 2.150 Aussteller aus 33 Ländern kommen zur Leipziger Buchmesse 2006. Die Fläche hat sich um acht Prozent auf 53.000 Quadratmeter (brutto) vergrößert.

"Die großen Verlage investieren wieder stärker in Leipzig, aber noch mehr Zulauf hat die Buchmesse bei den kleineren und mittleren Verlagen“, sagt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. Das zeigt sich auch im diesjährigen Messeprogramm: "Leipzig bietet schon seit Jahren das beste Forum für die junge deutschsprachige Literatur. In diesem Jahr setzen wir ganz besonders auf neue, innovative Veranstaltungsformen für junge Verlage und noch zu entdeckende Autoren.“


Von der "Langen Leipziger Lesenacht“ bis zur "Leseinsel Junger Verlage“:
Junge Literatur im Rampenlicht der Buchmesse

40 junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren machen die zweite "Lange Leipziger Lesenacht“ - kurz L3 - zum Forum für aufstrebende Schriftsteller und neue deutsche Literatur auf der Leipziger Buchmesse. L3 bietet damit ein besonderes Forum für junge deutschsprachige Bücher, bei dem gerade die kleinen und unabhängigen deutschen Verlage mit von der Partie sein werden. Gelesen wird in Parallelveranstaltungen ab 18.00 Uhr auf allen Bühnen der Moritzbastei. Mit dabei sind Juli Zeh, Clemens Meyer, Leonie Swann und Reinald Grebe. Außerdem lesen junge Studierende des Deutschen Literaturinstitutes Leipzig (DLL) sowie Studenten des Studiengangs Kreatives Schreiben/Kulturjournalismus aus Hildesheim. Im Anschluss legt unter anderem Wladimir Kaminer von 23.00 Uhr bis 3.00 Uhr seine Russendisko auf. Die Lange Leipziger Lesenacht ist eine Gemeinschaftsaktion der Agentur Clara Park, des Deutschen Literaturinstituts Leipzig und der Leipziger Buchmesse. Nähere Informationen sind unter www.lange-leipziger-lesenacht.de zu finden.

Eine Premiere sollten sich Lektoren und Talent-Scouts der Verlage besonders dick im Terminkalender anstreichen: Zum ersten Mal wird die "Autorenwerkstatt Prosa” des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) ihre Stipendiaten in Leipzig der Öffentlichkeit vorstellen. Mit Bettina Andrae, Natalie Balkow, Martin Becker, Julia Valerie Blesken, Emma Braslavsky, Tania Kummer, Guiliano Musio, Thorsten Palzhoff, Lorenzo Tomasini und Nikolai Vogel präsentiert die Veranstaltung "Prosa Prognosen” zehn junge Autorinnen und Autoren, die im letzten Herbst am Berliner Wannsee an ihren Texten feilten. Angeleitet werden sie dabei von so renommierten Seminarleitern wie Terézia Mora und Katja Lange-Müller.

Erstmals versammeln sich in einer eigenen "Leseinsel junger Verlage“ elf Independent Verlage. Neben blumenbar, kookbooks, Matthes & Seitz, Schwartzkopff Buchwerke, Tisch 7, Ventil und dem Verbrecher Verlag sind Castrum Peregrini, Kato, Luftschacht und die Zeitschrift Jungle World bei dem Gemeinschaftsprojekt dabei. Hier werden unter anderem Alban Nikolai Herbst, Hans-Peter Kunisch und die soeben mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnete Lyrikerin Uljana Wolf mit ihren neuen Büchern erwartet. Natürlich wird in Leipzig auch wieder gefeiert: Am Freitagabend bitten die "Jungen Wilden” zur Party in die Cocktailbar "cortex”.

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Autorenspecial 2006 und Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung

Umfangreicher denn je stellt sich das internationale Messeprogramm dar. So präsentieren sich erstmals die Länder Slowenien und Ukraine. Zu den ukrainischen Autoren gehören Andrej Kurkow, Oksana Sabuschko, Serhij Zhadan und Juri Andruchowytsch.

"Die Leipziger Buchmesse ist für die osteuropäische Buchwelt das Tor zum Westen geworden. Sie bietet ihnen ein geeignetes Forum für die Vermittlung ihrer Literaturen in den deutschsprachigen Buchmarkt“, so Buchmesse-Direktor Oliver Zille.

Das in Zusammenarbeit mit dem LCB und dem Auswärtigen Amt veranstaltete Autorenspecial trägt in diesem Jahr den Titel "Attraktionen und Widerstände - Zur Situation der EU an ihren inneren und äußeren Grenzen“. Im Café Europa auf der Leipziger Buchmesse werden sich sieben prominente Autoren aus sieben Ländern persönlich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Seit dem vergangenen Jahr wird der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung im Rahmen der Messe-Eröffnung verliehen. In diesem Jahr erhält der ukrainische Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer Juri Andruchowytsch den mit 15.000 Euro dotierten Preis. Die Laudatio hält Ingo Schulze. Vergeben wird der Preis seit 1994 von der Stadt Leipzig, der Leipziger Messe GmbH, dem Freistaat Sachsen und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Die internationale Reihe "Kleine Sprachen - große Literaturen“, 2003 von fünf Berliner Kulturinstituten ins Leben gerufen, wurde ebenfalls ausgebaut. Die zwölf teilnehmenden Länder Griechenland, Kroatien, Litauen, Slowenien, Estland, Lettland, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern präsentieren im „Forum kleine Sprachen“ einen Querschnitt ihrer zeitgenössischen Literatur.


Buchmesse mit Trends für Jugendliche

Auch in dem Bereich Kinder/Jugend/Bildung und Comic kann die Buchmesse einen Ausstellerzuwachs von acht Prozent verbuchen. Mehr als 400 Aussteller speziell aus diesem Segment kommen nach Leipzig, um auf 15.000 Quadratmetern die jungen Leser zu begeistern. Auf 435 Veranstaltungen (2005: 260) können sich die Jugendlichen freuen. Dem Lesenachwuchs gehört damit ein Viertel der gesamten Buchmessefläche.

Kinder. Freude. Schenken

Leseförderung ist auf der Buchmesse ein wichtiges Thema. Im Bildungsbereich finden dazu rund 100 Veranstaltungen statt. Auch das Kinder- und Jugendbuchprogramm der Leipziger Buchmesse ist auf Leseförderung ausgelegt. "Wir präsentieren Formen der Jugendkultur und vernetzen diese mit dem Ziel, Jugendliche zum Lesen zu animieren“, sagt Buchmesse-Direktor Oliver Zille.


Das Beste aus über 500 Jahren: die 12. Leipziger Antiquariatsmesse in Leipzig

Mit 82 Ausstellern aus acht Ländern kann die Leipziger Antiquariatsmesse im zwölften Jahr ihres Bestehens ihre erfolgreiche Entwicklung fortsetzen. Die "Messe in der Messe“ bietet Schätze aus 500 Jahren Buchdruckkunst. Das Angebot richtet sich an Bücherliebhaber mit den unterschiedlichsten Interessen, aber auch an Sammler von Kinder- und Reiseliteratur sowie Freunde der Photographie und Graphik der Moderne werden mit Sicherheit fündig. Nähere Informationen stehen unter www.abooks.de




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Kinder- und Jugendbuchbereich weiter gewachsen

       
Fantasy, Fußball, Comic und Co: Buchmesse präsentiert Trends für Jugendliche

 Die Leipziger Buchmesse wächst, und ihre Schwerpunkte Kinder/Jugend/Bildung und Comic wachsen mit ihr. "Ich freue mich, dass wir auch in diesem Segment einen Ausstellerzuwachs von acht Prozent vermelden können“, sagt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. Mehr als 400 Aussteller speziell aus diesem Segment kommen nach Leipzig, um auf 15.000 Quadratmetern die jungen Leser zu begeistern. Auf 435 Veranstaltungen (2005: 260) können sich die Jugendlichen freuen. Dem Lesenachwuchs gehört damit ein Viertel der gesamten Buchmessefläche.

Leseförderung ist auf der Buchmesse ein wichtiges Thema. Im Bildungsbereich finden dazu rund 100 Veranstaltungen statt. Auch das Kinder- und Jugendbuchprogramm der Leipziger Buchmesse ist auf Leseförderung ausgelegt. "Wir präsentieren Formen der Jugendkultur und vernetzen diese mit dem Ziel, Jugendliche zum Lesen zu animieren.“


Von prominenten Autoren bis zum "Hörspiel-Nachwuchswettbewerb"

Nach Leipzig kommen die Großen der Kinder- und Jugendbuchliteratur wie Miriam Pressler, Andreas Steinhöfel, Kai Meyer, Wolfram Eicke und Nicolas Roth. Gaby Hauptmann stellt mit Sängerin NETTE neue Musik zu ihren "Kaya“- Büchern vor. Im Lese-Forum "Planet-Buch“ sind unter anderem Monika Feth, Ulli Potofski und der vielfach ausgezeichnete Poetry Slammer Jaromir Konecny in Lesungen zu erleben. Der unermüdliche BR-Reporter Willi Weitzel kommt mit seiner Sendung "Willi will’s wissen“ auf die Buchmesse. Weitere Promis erwartet Kinderbuchexperte Nicola Bardola am "Lies doch mal!-Tag“, um sie zu befragen, was sie mit ihren Kindern zusammen lesen.

Heute schon Zeitung gehört?


Auch für Hörbücher ist die Leipziger Buchmesse in Leipzig bundesweit eines der wichtigsten Foren. Ein Großteil des Angebots widmet sich den Kindern und Jugendlichen. Prominente wie die TV-Stars Karsten Speck und Susanne von Borsody präsentieren neue Hörbücher mit ihren Stimmen. Unter dem diesjährigen Motto "Große Gesten“ veranstalten die Leipziger Buchmesse und der Hörspielsommer e.V. bereits zum vierten Mal den "Hörspiel-Nachwuchswettbewerb“. "Die Qualität ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren enorm gestiegen“, verrät Organisatorin Sophia Littkopf vom Hörspielsommer schon im Voraus.

Den jungen Lesern wird auf der Leipziger Buchmesse auch viel Anspruchsvolles geboten. In einer musikalischen Lesung bringt beispielsweise der afrikanische Autor Patrick Addai Kindern seine Kultur näher, Allan Stratton aus Großbritannien liest in englischer Sprache zum Thema AIDS, und Klaus Kellmann stellt seine Stalin-Biographie vor.


WM-Jahr 2006: Geschichten rund um das Runde Leder

Im Zeichen der Fußball-WM 2006 darf auch dieses Thema natürlich nicht fehlen. Zahlreiche Kinder- und Jugendbuchautoren präsentieren neue Werke mit Fußballbezug, so zum Beispiel Ulli Schubert, Zoran Drvenkar, Gregor Tessnow sowie Sportmoderator und "Locke bleibt am Ball“- Autor Ulli Potowski.


Internationale Stars bei Comics in Leipzig;
Comic-Ausstellungen aus Japan, Frankreich und der Schweiz

Mit ihrem ständig wachsenden Comic-Schwerpunkt hat sich die Leipziger Buchmesse in den vergangenen Jahren zum "In-Treff" der Comic-Fans in Deutschland entwickelt. Der Nachwuchs-Zeichen-Wettbewerb "Manga Talente“ der Buchmesse ist inzwischen der größte und renommierteste in Europa. In diesem Jahr beteiligten sich rund 2.000 Manga-Zeichner aus 14 Ländern am Wettbewerb.

Zur kommenden Leipziger Buchmesse haben sich erneut die großen Namen der Szene wie Simpsons-Star-Zeichner Bill Morrison, die Manga-Zeichnerinnen Kaori Yuki und Arina Tanemura angesagt. Außerdem erwartet die Besucher ein buntes Rahmenprogramm rund um Comics und Mangas, vom Dojinshi-Markt für Zeichentalente über den GO-Bereich bis zum Cosplay.

In diesem Jahr wird die Anwesenheit großer Manga-Künstler erstmals durch mehrere Comic-Ausstellungen ergänzt. Japan zeigt die einmalige Ausstellung "Range Murata und Yoshitoshi Abe“, Frankreich "Kid Paddle außer Rand und Band“ und es präsentiert sich das "Comic-Land Schweiz“.


Hoch im Kurs bei jungen Lesern: Fantasy

Der unverminderte Trend zu Fantasy-Romanen spiegelt sich in den Buchmesse-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche wider. Zahlreiche Verlage präsentieren ihr Fantasyprogramm mit Autoren und Autorinnen wie Nina Blazon, Marcus Hammerschmitt und der 15-jährigen Debütantin Stefanie Dunkel. Ein besonderes Highlight wird mit Wolfgang Hohlbein erwartet. Er übergibt der Tübinger Autorin Evelyne Okonnek den nach ihm benannten Preis, der mit 10.000 Euro die höchstdotierte Fantasy-Auszeichnung im deutschsprachigen Raum ist. Polen bereichert den Fantasy-Bereich mit vielen Autoren am polnischen Gemeinschaftsstand. In einem Aktionsbereich werden außerdem Rollenspiele organisiert.


Selbermachen gefragt: Aktionen zum Mitmachen

Nicht nur Lesungen stehen für die jungen Besucher auf dem Programm, auch zahlreiche Aktionen laden zum Mitmachen ein. In der Buchwerkstatt und in der Radiowerkstatt lernen Interessierte Handwerkliches vom Setzen und Drucken bis zum Hörspiel-Schnitt. Mehr zum Tagesgeschäft von Autoren, Verlegern und Lektoren erfahren die jungen Bücherfans im Lese-Forum "Planet Buch“. Für die allerkleinsten Besucher gibt es die "Kindergarten- Phantasiewerkstatt“ zum Malen und Basteln.


Erweiterter Bereich für Fachbesucher und Lehrer

Als anerkannte Fortbildungsveranstaltung wendet sich die Leipziger Buchmesse auch 2006 an Lehrer und Fachbesucher aus dem Bildungsbereich. Zusammen mit dem Verband der Bildungsmedien lädt sie diese erstmalig zur "Hofpause!“ ein, um bei einem kleinen Empfang ins Gespräch zu kommen. Alle wichtigen Schulbuchverlage sind mit ihren Ständen und interessanten Vorträgen vertreten.

Fachbesuchern aus dem Buchhandel präsentiert die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis für Jugendliteratur, der Stiftung Lesen und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels den "Trendbericht Kinder- und Jugendbuch“. Außerdem vergibt die avj auf der Buchmesse ihren Kinderbuchhandlungspreis an die engagiertesten Kinderbuchhandlungen im deutschsprachigen Raum.

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Schwerpunktthema Bildung auf der Leipziger Buchmesse

      
Rund 100 Veranstaltungen für Lehrer und Fachbesucher

Seit neun Jahren ist die Leipziger Buchmesse als Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer anerkannt. Mittlerweile gehört sie zu den bedeutendsten Bildungsveranstaltungen in Deutschland. Alle wichtigen Verlage aus diesem Segment kommen nach Leipzig, um ihr vielfältiges Angebot vom klassischen Schulbuch bis zur Lernsoftware vorzustellen.

Im "Forum Jugend und Bildung" (Halle 2) und im Congress Center Leipzig (CCL) finden an den vier Messetagen rund 100 Veranstaltungen zu den verschiedensten Aspekten von Schule, Bildung und Unterricht statt. Wichtiger Schwerpunkt ist dabei das Thema Leseförderung. Täglich findet beispielsweise die Aktion "Geschichten sind ein Grundnahrungsmittel" statt, bei der die Autorin Gisela Kalow zeigt, wie in der Grundschule mit Bilderbüchern gearbeitet werden kann. "Medienerziehung in der Frühförderung" macht die Stiftung Ravensburger Verlag bei einer Präsentation im CCL zum Thema. Für sächsische Lehrer wird ein Erfahrungsaustausch über den Lektürekanon an Gymnasien in Sachsen organisiert. Aktuelle Buchempfehlungen für die Bereiche Grundschule, Hort und die Klassen 5 bis 8 gibt die Leipziger Stadtbibliothek.

Erstmalig laden Buchmessedirektor Oliver Zille und Dr. Gerd-Dietrich Schmidt, Vorsitzender des Verbandes der Bildungsmedien, am ersten Buchmessetag zur "Hofpause!". Diese Veranstaltung gibt Lehrern und Fachbesuchern aus dem Bildungsbereich die Gelegenheit, bei einem Empfang miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im vergangenen Jahr kamen rund 6.000 Lehrer und 30. 000 Schüler zur Leipziger Buchmesse, um den Besuch als Fortbildungsveranstaltung beziehungsweise als Projekttag zu nutzen.
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Leipzig liest mit über 1.800 Veranstaltungen,

1.500 Mitwirkenden und rund 250 Spielstätten


Das Lesefestival der Superlative

Seit 15 Jahren ist die Leipziger Buchmesse mit "Leipzig liest“, dem größten Literaturfestival Europas, untrennbar verbunden. Seither ist es ein Gemeinschaftsprojekt der Leipziger Messe, der Stadt Leipzig, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, des Mitteldeutschen Rundfunks, des CLUB Bertelsmann, des Kuratoriums Haus des Buches e. V. und der an der Messe beteiligten Verlage.


Programm an Größe und Attraktivität weiter gewachsen

Das Lesefestival "Leipzig liest“ ist in diesem Jahr erneut gewachsen. Über 1.800 Veranstaltungen (2005: 1.500) mit rund 1.500 Mitwirkenden (2005: 1.000) stehen im Programm. Buchmesse-Direktor Oliver Zille zu den Gründen dieses Wachstums: "Auf der einen Seite können wir in diesem Jahr einen deutlichen Zuwachs an Einzelausstellern verbuchen, das heißt, dass sich immer mehr Verlage an unserem Rahmenprogramm beteiligen; auf der anderen Seite ist Leipzig liest in den letzten 15 Jahren so attraktiv geworden, dass sich keiner die Chance entgehen lassen möchte, auf ein so begeistertes Buchmesse-Publikum zu treffen.“

Abebooks.de - Neue und gebrauchte Bücher


Der Bücherfrühling 2006 bietet die mit Spannung erwarteten neuen Romane nationaler und internationaler Stars, interessante Belletristik-Debüts und zahlreiche Sachbücher. So kommen unter anderem Frank Schätzing, Ingrid Noll, Ulla Hahn, Ingo Schulze, Rolf Hochhuth, Juli Zeh, Clemens Meyer, Tanja Dückers, Jan Faktor, Jakob Hein, Feridun Zaimoglu, Elke Natters und Arnon Grünberg nach Leipzig.

Außerdem können sich die Messesucher auf Marcel Reich-Ranicki, Roger Willemsen, Ulrich Wickert, Fritz J. Raddatz, Wiglaf Droste, Alexander Osang, Franz Xaver Kroetz, Moritz von Uslar und Lord Ralf Dahrendorf freuen.

Zu den internationalen Autoren zählen beispielsweise Frédéric Beigbeder (Frankreich), Bret Easton Ellis (USA), Margriet de Moor (Niederlande), Craig Russel (England), Stefano Benni (Italien), Hannu Raittila (Finnland), Giuliana Sgrena (Italien), David Peace (England), Patricia Duncker (England), Zeruya Shalev (Israel) und Polina Daschkowa (Russland).

Auch zahlreiche Sänger und Schauspieler haben ihr Kommen angekündigt unter anderem Heinz Rudolf Kunze, Heiner Lauterbach, Jan Josef Liefers, Michael Verhoeven, Dietmar Schönherr,Otto Mellies und Konstantin Wecker.


Leipzig hört: 120 Aussteller und rund 100 Veranstaltungen

Audiobooks sind in aller Ohren. Der Markt wächst zweistellig – ein Trend, der sich auch 2006 fortsetzen wird. Bereits vor sieben Jahren führte die Leipziger Buchmesse den Themenschwerpunkt "Hörbuch“ ein. "Mit über 120 Ausstellern, rund 100 Veranstaltungen und einer Präsentation aller ARD-Hörfunkanstalten ist und bleibt die Leipziger Buchmesse der wichtigste Branchen-Treffpunkt für die nationalen Hörbuchverlage", sagt Buchmesse-Direktor Oliver Zille. "Leipzig hört“ heißt es dabei nicht nur auf der Messe, sondern auch in der Stadt. Bei den "Hörbuchnächten in der Alten Handelsbörse“ kommen Fans bei unterhaltsamen Lesungen auch am Abend in der Innenstadt auf ihre Kosten. Unterstützt wird diese Reihe vom Mitteldeutschen Rundfunk und dem Nachrichtenmagazin Focus.

Schon zur Tradition geworden ist die "ARD-Radionacht der Hörbücher" am Messefreitag, bei der bereits zum sechsten Mal der Publikumspreis "HörKules" verliehen wird.


Neue Reihe: Jahrhundert-Zeugen

Meist aus Anlass runder Geburtstage melden sich im Bücherfrühling 2006 zahlreiche Autoren und Künstler mit Memoiren und Bilanzen zu Wort. So werden im Rahmen von “Leipzig liest” in der Reihe "Jahrhundert-Zeugen“ unter anderem Rolf Hochhuth (75), der Fotograf Günter Rössler (80), Dietmar Schönherr (80), Georg Stefan Troller (85), Marcel Reich-Ranicki (85), Lenka Reinerová (90) und Juri Brezan (90) erwartet. Zudem wird der Spanier Francisco Ayala, der am 16. März in Madrid seinen 100. Geburtstag feiert, in der Bibliotheca Albertina mit einer festlichen Lesung geehrt. Der MDR wird den Auftritt der Jahrhundert-Zeugen begleiten und ab Anfang März auf der offiziellen "Leipzig-liest“-Homepage (www.leipzig-liest.de) Selbstporträts der Autoren in Fragebogen-Form vorstellen.


Buchmesse mit erweitertem Mittel/Osteuropa-Schwerpunkt

Traditionell sind die Literaturen der mittel- und osteuropäischen Länder ein weiterer wichtiger Schwerpunkt. So werden aus diesen Ländern unter anderem Vladimir Sorokin, Dzevad Kaharazan, Peter Esterhazy, Slavenka Drakulic, Lenka Reinerová und Olga Tokarczuk erwartet.

Erstmals präsentieren sich in diesem Jahr die Länder Slowenien und die Ukraine. Zu den ukrainischen Autoren gehören Andrej Kurkow , Oksana Sabuschko, Serhij Zhadan und Juri Andruchowytsch.

Das schon zur Tradition gewordene Autorenspecial, das die Leipziger Buchmesse mit dem Literarischem Colloquium Berlin organisiert, ist bekannt für seine informativen Diskussionen. In diesem Jahr steht das Autorenspecial unter dem Motto: "Attraktion und Widerstände – zur Situation der EU an ihren inneren und äußeren Grenzen“. Sieben Autoren, darunter Laszlo Darvasi (Ungarn), Margriet de Moor (Niederlande) und Viktor Jerofejew Russland) schildern in Essays ihre Sichtweise auf die gegenwärtige Situation.

Die internationale Reihe "Kleine Sprachen - große Literaturen“, 2003 von fünf Berliner Kulturinstituten ins Leben gerufen, wurde ebenfalls ausgebaut. Die zwölf teilnehmenden Länder Griechenland, Kroatien, Litauen, Slowenien, Estland, Lettland, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn und Zypern präsentieren im "Forum kleine Sprachen“ einen Querschnitt ihrer zeitgenössischen Literatur.

Leseinsel junger Verlage, Lange Leipziger Lesenacht, Prosa Prognosen

Erstmals präsentieren sich in einer eigenen "Leseinsel junger Verlage“ elf Independent Verlage. Neben blumenbar, kookbooks, Matthes & Seitz, Schwartzkopff Buchwerke, Tisch 7, Ventil und dem Verbrecher Verlag sind Castrum Peregrini, Kato, Luftschacht und die Zeitschrift Jungle World bei dem Gemeinschaftsprojekt dabei. Hier werden unter anderem Alban Nikolai Herbst, Hans-Peter Kunisch und die soeben mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnete Lyrikerin Uljana Wolf mit ihren neuen Büchern erwartet. Natürlich wird in Leipzig auch wieder gefeiert: Am Freitagabend bitten die "Jungen Wilden” zur Party ins "Cortex”.

Insgesamt 40 junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren machen die zweite Lange Leipziger Lesenacht - kurz L3 - zum Forum für junge Schriftsteller und neue deutsche Literatur auf der Leipziger Buchmesse. L3 bietet zur Leipziger Buchmesse 2006 damit als Nacht der jungen Bücher ein ganz besonderes Forum für junge deutschsprachige Bücher, bei dem auch und gerade die kleinen und unabhängigen deutschen Verlage mit von der Partie sein werden. Gelesen wird in Parallelveranstaltungen ab 18.00 Uhr auf allen Bühnen der Moritzbastei. Mit dabei sind Juli Zeh, Clemens Meyer, Leonie Swann und Reinald Grebe. Außerdem mit dabei junge Studierende des Deutschen Literaturinstitutes Leipzig (DLL) sowie Studenten des Studiengangs Kreatives Schreiben/Kulturjournalismus. Im Anschluss legt unter anderem Wladimir Kaminer von 23 bis 3 Uhr seine Russendisko auf.

Eine Premiere sollten sich Lektoren und Talent-Scouts der Verlage besonders dick im Terminkalender anstreichen: Zum ersten Mal wird die "Autorenwerkstatt Prosa” des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) ihre Stipendiaten auf der Leipziger Buchmesse der Öffentlichkeit vorstellen: Mit Bettina Andrae, Natalie Balkow, Martin Becker, Julia Valerie Blesken, Emma Braslavsky, Tania Kummer, Guiliano Musio, Thorsten Palzhoff, Lorenzo Tomasini und Nikolai Vogel präsentiert die Veranstaltung “Prosa Prognosen” zehn junge Autorinnen und Autoren, die im letzten Herbst am Berliner Wannsee an ihren Texten feilten. Angeleitet werden sie dabei von so renommierten Seminarleitern wie Terézia Mora und Katja Lange-Müller.
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"Mit dem Preis der Leipziger Buchmesse wird ein Zeichen gesetzt" 

 

Am 16. März 2006 vergibt die Leipziger Messe mit Unterstützung des Freistaates Sachsen und der Stadt Leipzig zum zweiten Mal den "Preis der Leipziger Buchmesse". Die Auszeichnung ist erneut mit insgesamt 45.000 Euro dotiert und wird von einer Jury zu gleichen Teilen in den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch und Essayistik" sowie "Übersetzung" verliehen. Prämiert werden herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen, die zwischen der vergangenen und der kommenden Leipziger Buchmesse auf dem Markt erschienen sind. Partner dabei ist erneut das Literarische Colloquium Berlin (LCB).

Verlage, die Aussteller auf der Leipziger Buchmesse 2006 sind, konnten bis zum 30. November 2005 drei Vorschläge pro Kategorie einreichen. Eine Liste der von der Jury nominierten 15 Kandidaten wird Anfang Februar veröffentlicht.
Juryvorsitzender Martin Lüdke verspricht: "Mit dem 'Preis der Leipziger Buchmesse' wird ein Zeichen gesetzt. Ich bin mir sicher, der Preis wird schon bald zu den richtungsweisenden deutschen Literaturpreisen zählen. Bereits beim ersten Mal zeigte sich, dass der Preis den Lesern und den Buchhändlern eine deutliche Orientierungshilfe gegeben hat. Solche Auszeichnungen haben bislang in unserer Literaturlandschaft gefehlt."

"Die Auszeichnung knüpft unmittelbar an das Konzept der Leipziger Buchmesse an, die sich als Forum für Autoren und Literaturvermittlung etabliert hat", sagt Buchmesse-Direktor Oliver Zille. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Preis in drei verschiedenen Kategorien zu verleihen, um der Vielfalt der literarischen Genres Rechung zu tragen und um uns von anderen Literaturpreisen abzugrenzen", so Oliver Zille weiter.

Rückblick:
Am 17. März 2005 wurde während der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal vor Hunderten von Messebesuchern der "Preis der Leipziger Buchmesse" in den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" verliehen. Unter den 15 nominierten Kandidaten entschied sich die Jury für folgende Autoren:

Kategorie Belletristik:
Terézia Mora für "Alle Tage" (Luchterhand)
.
Kategorie Sachbuch/Essayistik:
Rüdiger Safranski für "Schiller oder Die Erfindung des deutschen Idealismus" (Hanser)

Kategorie Übersetzung:
Thomas Eichhorn für seine Übersetzung von Les Murray "Fredy Neptune" (Ammann)

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Preis der Leipziger Buchmessemit 20 Prozent mehr Einsendungen

 
30 Prozent mehr beteiligte Verlage

Am 30. November war Einsendeschluss für den zweiten Jahrgang des "Preises der Leipziger Buchmesse". Weit über 700 Einsendungen von 144 Verlagen gingen beim Literarischem Colloquium Berlin ein. Damit hat sich die Anzahl der Einsendungen gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent erhöht; 30 Prozent mehr Verlage beteiligten sich am Wettbewerb. „Diese Resonanz zeigt, wie groß bereits nach der ersten Preisverleihung die Akzeptanz dieses Literaturpreises in der Buchbranche ist“, sagt Juryvorsitzender Martin Lüdke. "Besonders erfreulich ist, dass die Anzahl der Nominierungen in allen drei Kategorien - Belletristik; Sachbuch/Essayistik und Übersetzung - etwa gleich hoch ist. Sachbuchautoren und Übersetzer stehen oft ungerechterweise im Schatten der Romanautoren. Unser Preis hilft, dies zu ändern."


Zu den Juroren gehören mit Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung), Richard Kämmerlings (FAZ), Andrea Köhler (NZZ), Sigrid Löffler (LITERATUREN), Norbert Miller (TU Berlin) und Klaus Reichelt (MDR) renommierte Fachleute und Literaturkritiker. Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Leipziger Messe mit Unterstützung der Stadt Leipzig und des Freistaates Sachsen in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin vergeben. Die Auszeichnung der besten Frühjahrs-Bücher in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung ist zu gleichen Teilen mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. 

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Nominiertenliste für den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 steht fest


Nach seiner erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ist die Resonanz auf den "Preis der Leipziger Buchmesse" in diesem Jahr noch gestiegen: Rund 20 Prozent mehr Titel wurden vorgeschlagen. Innerhalb von acht Wochen musste die hochkarätig besetzte Jury über 700 Titel lesen, um in den drei Kategorien je die besten fünf Titel auszuwählen. Seit heute stehen die nominierten Autoren fest:
 

Kategorie Sachbuch/ Essayistik


    * Peter von Matt, "Die Intrige. Theorie und Praxis der Hinterlist" (Hanser)

    * Wolfgang Pehnt, "Deutsche Architektur seit 1900" (DVA)

    * Jan Assmann, "Die Zauberflöte. Oper und Mysterium" (Hanser)

    * Franz Schuh, "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" (Zsolnay)

    * Friedrich Wilhelm Graf, "Moses Vermächtnis. Über göttliche und menschliche Gesetze" (C.H. Beck)


Kategorie Übersetzung


    * Peter Urban für die Übersetzung von Venedikt Erofeev, "Moskau – Petuški"

    * (Kein & Aber)

    * Thomas Melle für die Übersetzung von William T. Vollmann, "Huren für Gloria" (Suhrkamp)

    * Agnes Relle für die Übersetzung von Attila Bartis, "Die Ruhe" (Suhrkamp)

    * Ragni Maria Gschwend für die Übersetzung von Antonio Moresco, "Aufbrüche" (Ammann)

    * Inés Koebel für die Übersetzung von Fernando Pessoa, "Ricardo Reis. Poesie" (Ammann)


Kategorie Belletristik


    * Judith Kuckart, "Kaiserstraße" (DuMont)

    * Thomas Lang, "Am Seil" (C.H. Beck)

    * Paul Ingendaay, "Warum du mich verlassen hast" (SchirmerGraf)

    * Clemens Meyer, "Als wir träumten" (S. Fischer)

    * Ilija Trojanow, "Der Weltensammler" (Hanser)


Juryvorsitzender Martin Lüdke zu den Nominierungen: "Der Herbst ist vorbei. Jetzt geht es ums Frühjahr. Wenigstens darüber waren wir uns in der Jury weitgehend einig. Ansonsten wurde wieder heftigst gestritten. Einige wirklich gute Bücher sind, sehr knapp dieses Mal, herausgefallen, dafür aber junge Schriftsteller zum Zuge gekommen. Die Arbeit hat sich gelohnt, auf das Ergebnis können wir, glaube ich, stolz sein."

Die öffentliche Verleihung findet am 16. März 2006 um 16.00 Uhr in der Glashalle statt.

 

 Quelle: Leipziger Buchmesse



Letztes Update: 17-03-2006 18:37

Veröffentlicht in : Magazin, Specials
Schlüsselworte : Leipziger buchmesse 2006, leipzig liest, buchmesse, leipzig
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