Justin und Fanny sind mit ihren tragbaren Zeitreisemaschinen in London im Jahr 2377 gelandet. Die beiden müssen Portitia Abbadon finden und verhindern, dass sie in das AION-Projekt eingreift. Um von ihrem Landepunkt, einem Fußballfeld, zu den Docklands kommen, wo bald ein Zeitreise-Testsprung gemacht werden soll, wollen sie per Anhalter fahren, obwohl das nicht ungefährlich ist. Tatsächlich finden Justin und Fanny einen netten Menschen, der bereit ist, die Kinder mitzunehmen. Justin glaubt den Mann zu kennen. Und tatsächlich, David Tomblin ist Reporter beim „Tally Ho“ und deswegen so bekannt. Er ist sogar bereit, Justin und Fanny in die kurz bevorstehende Pressekonferenz zu schmuggeln.
Justin spielt David Tomblin auf der Pressekonferenz Informationen zu, die ihn befähigen, ungewöhnliche Fragen zu stellen. Allerdings ist der Reporter nicht auf den Kopf gefallen. Ihm ist sofort klar, dass Justin aus der Zukunft stammen muss. Er wittert eine Story und bietet eine Zusammenarbeit an.
Justin und Fanny dringen auf der Suche nach weiteren Hinweisen und Informationen in Justins Elternhaus ein. Die Erinnerungen überwältigen Justin beinahe, doch er weiß, dass er sich konzentrieren muss, wenn er herausfinden will, was bei dem Testsprung passieren wird, bei dem seine Eltern spurlos verschwinden werden. Die Kinder finden einen Weg, in das geheime Arbeitszimmer von Justins Vater zu kommen, das zur ihrer Überraschung aber ein gewaltiges Labor ist.
Plötzlich kommen die Eltern mit ihrem Sohn nach Hause. Justin wird damit konfrontiert, seine jüngere Ausgabe zu sehen. Obwohl es sehr gefährlich ist, bleiben Justin und Fanny noch im Haus, um zu lauschen. Doch es wird bemerkt, dass jemand im Haus ist. Weil der Fluchtweg abgeschnitten ist, wagen die Kinder einen Zeitsprung hinaus auf die Straße. Nur eine alte Frau mit einem Hund wird Zeugin. Dass diese Frau nur perfekt verkleidet ist, bemerken die beiden nicht.
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Justin und Fanny wissen nun, dass Justins Vater kurz vor der Vollendung der Wells-Aggregate steht und dass sicherlich er und seine Frau deswegen aus dem Weg geräumt werden sollen. Nur wissen Justin und Fanny noch nicht, von wem.
Die beiden Kinder wähnen sich, endlich wieder im Auto von David Tomblin sitzend, in Sicherheit. Ihre Frage, wohin es jetzt geht, wird jedoch nicht zu ihrer Zufriedenheit beantwortet. Stattdessen schauen Justin und Fanny in die Mündung eines Neutralisators. Scheinbar haben sie dem falschen Menschen vertraut und sind einem Verräter auf den Leim gegangen.
In diesem letzten Band wird endlich aufgeklärt, was mit Justins Eltern wirklich geschah. Darauf haben aller Leser sehnsüchtig gewartet. Sicher hat so mancher schon seine eigene Version davon zurechtgelegt. Tatsächlich erfährt Justin etwas sehr Unerwartetes über seinen Vater, was auch den Leser überraschen dürfte. Interessante Wendungen und Ereignisse gibt es aber noch viele mehr. Die verschiedenen Erzählstränge, werden dabei nach und nach perfekt zusammengeführt und so manches weitere Geheimnis gelüftet. Dabei geht es oft richtig zur Sache und Justin erlebt mit Fanny ein spannendes Abenteuer nach dem anderen.
Das letzte Buch der Reihe um Justin Time lässt an Spannung nichts zu wünschen übrig. Für Fans fantastischer Romane ist es ein ganz besonderer Lesegenuss. Die Faszination für Zeitreisen bleibt ungebrochen. Der Autor liefert interessante Denkanstöße, sicher nicht immer für jeden glaubhaft genug, aber innerhalb der Geschichte gut nachvollziehbar.
Peter Schwindt Justine Time Band 5: Mission in London
Loewe Verlag, Bindlach
328 Seiten, gebunden, 14,90 Euro
ab 12 Jahren
ISBN: 3-7855-5717-5