Die gebürtige Norwegerin Eva Joly kam im Alter von 20 Jahren als Aupair-Mädchen nach Paris. 1990 wurde sie oberste Untersuchungsrichterin im französischen Finanzministerium. 1995-2001 leitete sie die Ermittlungen in der Schmiergeldaffäre um Elf Aquitaine. Unter Morddrohungen kam sie dem größten europäischen Korruptionsskandal auf die Spur. Im Juni 2000 wurde sie vom norwegischen Justiz- und Außenministerium mit dem Aufbau einer Kommission beauftragt, die auf internationaler Ebene Korruption und Schwarzgeldströme aufdecken soll. 2002 wurde Eva Joly zur Europäerin des Jahres gewählt.