Am 17.März feiert einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur seinen 80. Geburtstag. Siegfried Lenz wurde 1926 im ostpreußischen Lyck geboren und gehörte wie etwa auch Heinrich Böll und Günter Grass der Gruppe 47 an.
Nur wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag musste er nun mit dem Tod seiner Frau Liselotte, mit der er 63 Jahre verheiratet war, einen schweren Schicksalsschlag erleiden.
Einst Redakteur der WELT, veröffentlichte Siegfried Lenz 1951 seinen ersten Roman Es waren Habichte in der Luft und erlangte 1968 internationalen Erfolg mit seinem wohl bekanntesten Werk Deutschstunde. Darin schildert er die Verfolgung eines Malers durch die Nazis aus der Sicht eines Jugendlichen und thematisiert besonders die umstrittene Frage von Schuld und Pflicht. Es folgten zahlreiche weitere Romane, Erzählungen und Essays wie beispielsweise Stadtgespräch (1963), Das Vorbild (1973) und Der Verlust (1981). Bereits seit 1951 erscheinen seine Publikationen im Hoffmann und Campe Verlag.
Neben vielen anderen Ehrungen und Auszeichnungen erhielt Lenz für seine Werke den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main sowie die goldene Goethe-Medaille. 2001 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde seiner Wahlheimatstadt Hamburg verliehen.
Zu Ehren seines 80.Geburtstages ist für den 19.März in Hamburg eine Matinée geplant, an der unter anderem Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki teilnehmen sollen.