Die Autorin möchte mit ihrem Buch Eltern und Kindern Lust am elementaren Naturforschen machen. Und das beginnt bereits im Säuglingsalter. Werden hier die Weichen richtig gestellt, die angeborene Neugier und der Forscherdrang unterstützt, müssen die naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule, wo es oft nur um theoretisches Wissen, Fakten und Formeln geht, nicht als notwendiges Übel angesehen werden und das Interesse zieht sich durchs ganze Leben.
Die Autorin schildert, wie es beginnt, wie schon Babys Erfahrungen mit Naturgesetzen sammeln und ganz spontan beginnen zu experimentieren und zu forschen. Das lässt sich weiterentwickeln. Darauf lässt sich aufbauen, nicht erst in der Schule, sondern schon im Kindergarten und auch Zuhause in der Familie, wo vielleicht mehr Zeit dafür ist.
Die Autorin schildert Untersuchungsmethoden und berichtet über die Ergebnisse. Nachlesen kann man ihre Gespräche mit Forschern, Wissenschaftlern, Psychologen und Erzieherinnen. Damit lernen Eltern, die Welt der Babys und Kleinkinder besser zu verstehen. Auf die Erkenntnisse aufbauend, wird klar, wie man Kindergarten- und Vorschulkinder für die Naturwissenschaften begeistern kann und was man anbieten kann, um ihre Forschungsarbeiten zu unterstützen.
Das Buch ist für Pädagogen gut geeignet, aber auch für Eltern als Informationsquelle ist es sehr empfehlenswert. Genau genommen, sollte es wohl jeder lesen, dem die Zukunft unserer Kinder am Herzen liegt. Der Text zieht sich etwas in die Länge, es fehlt an Auflockerung. Liest man es kapitelweise oder nach Interesse, geht das Lesen aber gut. Das Gelesene muss ohnehin verarbeitet werden, gibt die Autorin doch sehr viel Stoff zum Nachdenken. Fremdwörter und Fachausdrücke werden dabei immer gleich im Text erklärt. Es eröffnen sich ganz neue Sichtweisen und Möglichkeiten kleine Kinder bewusst zu fördern und für Naturwissenschaften zu begeistern. Beispiele, was genau man tun kann und vor allem warum, gibt es genug.