Nachdem Laura den Kelch der Erleuchtung zurück nach Aventerra gebracht hat, das Geheimnis um das Siegel der Sieben Monde enträtselt und das todbringende Orakel der Silbernen Sphinx gelöst hat, geht es nun weiter mit Band 4: „Laura und der Fluch der Drachenkönige“. Immer noch ist Lauras Vater in der Dunklen Festung auf Aventerra eingekerkert. Laura will ihn befreien. Doch um das erreichen zu können, muss das Mädchen eine weitere Bewährungsprobe bestehen.
Das Schwert des Lichts, Hellenglanz, ist in drei Teile zerbrochen. Laura soll die Schuld tilgen, die auf dem Schwert liegt, weil es zu einer abscheulichen Tat missbraucht wurde. Es muss von Laura wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden. Doch dazu braucht sie das äußerst seltene Sterneneisen, welches nur die Dunkelalben besitzen. Ohne die Kraft des Schwertes werden Elysion und seine Verbündeten den Schwarzen Fürsten und seine Helfer nicht mehr lange in Schach halten können.
Lauras Vater wird in der Dunklen Festung festgehalten. Alienor versucht ihm zu helfen, was nicht ohne Gefahr für sie ist. Der Schwarze Fürst und die Gestaltwandlerin Syrin dürfen um keinen Preis Verdacht schöpfen oder gar herausfinden, wer sie wirklich ist und auf wessen Seite sie steht. Sich nicht zu verraten, wird noch schwieriger, als der Drache Gurgulius ihren Bruder Alerik auf die Burg verschleppt, der in sehr schlechtem Zustand ist und dem Tod näher zu sein scheint, als dem Leben.
Inzwischen hat Professor Morgenstern, der Leiter vom Internat Burg Ravenstein, alle Hände voll zu tun, sich zu verteidigen. Natürlich kann er der Polizei nicht erklären, dass Laura auf Aventerra ist, um ihren Vater zu befreien. Laura gilt also als vermisst. Und für die Polizei steht fest, dass Professor Morgenstern damit etwas zu tun haben muss. Auch Lauras Bruder Lukas, der die Sache aufklären könnte, muss natürlich schweigen.
Es geht also spannend weiter. Die vier Handlungsstränge werden perfekt verbunden. Zur besseren Lesbarkeit sind die Szenen auf Aventerra außerdem in anderer Farbe gedruckt. Aventerra ist eine Welt voller Geheimnisse und für Laura wird es sehr schnell viel gefährlicher, als gedacht. Doch Laura ist mit ihren Aufgaben gewachsen und denkt nicht ans Aufgeben. Wieder begegnet sie vielen magischen Gestalten, hinter denen sich nicht selten ganz andere Wesen verbergen, als nach außen hin sichtbar. Aber Laura lernt nach und nach die Zeichen zu deuten. Der Autor bezaubert mit einer sehr blumigen, bildhaft wirkenden Sprache und beweist eine unerschöpfliche Fantasie, die wohl jeden Leser zum Staunen bringen wird. Empfehlenswert ist es aber, die anderen Bücher gelesen zu haben, auch wenn der Autor viel mit Rückblicken arbeitet. Der Gesamtzusammenhang geht sonst verloren. Die Geschichte hinterlässt den Eindruck, als wolle sie nie zu Ende gehen. Zwar wird ein sehr wichtiger Handlungsstrang diesmal abgeschlossen, doch am Ende bleibt wieder eine spannende Frage offen. Man darf also auf ein nächstes Buch gespannt sein.