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Lesen! mit Elke Heidenreich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von literature.de-Team, am 11-05-2004 08:32
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Heute ist es wieder so weit. Elke Heidenreich präsentiert in ihrer Sendung "Lesen!" wieder ihre ganz persönlichen Tipps. Zu Gast ist Professor Dr. Dietrich Grönemeyer. Folgende Bücher werden vorgestellt:

Hier bestellen! Carl Jonas Love Almqvist: Die Woche mit Sara

Auf einer Schiffsreise über den Mälarsee sieht der junge Sergeant Albert eine hübsche junge Frau und verliebt sich in sie. Doch all seine Versuche, die junge Damme kennen zu lernen, schlagen fehl: Sara läßt ihn abblitzen. Sie wirft sogar ein Geschenk von ihm, einen Ring, den er einem einfachen Bauernmädchen auf dem Schiff abgekauft hat, in hohem Bogen über die Reling. Erst bei einem Landgang kommen sie sich näher. Doch die Glasmeisterstochter Sara Videbeck ist nicht nur eine anziehende, sonder auch eine erstaunliche Frau, die den Sergeanten mit ihrem Benehmen irritiert und in den Bann zieht. Sie besteht darauf, ihr Essen selbst zu bezahlen, sie schlägt Albert vor, zusammen in dem einzigen noch freien Zimmer der Herberge zu übernachten,und sie hält ein flammendes Plädoyer für die freie Liebe.

Hier bestellen!Ludovic Roubaudi: Der Hund von Balard






 
Hier bestellen!Frank Schirrmacher: Das Methusalem-Komplott

Niemand wird gerne alt. Jetzt altern ganze Völker in nie gekanntem Ausmaß. Das individuelle Schicksal wird zum politischen und ökonomischen Schicksal fast aller Staaten der Erde. Selbst nach vorsichtigen Schätzungen wird dieser Prozess auf unabsehbare Zeit anhalten. Für die nächsten fünfzig Jahre ist er bereits unumkehrbar. Die heute jungen Männer und Frauen, die später die vielen Alten werden, haben deshalb jetzt eine historische Chance: Sie müssen – schon aus Überlebensinstinkt – gegen die Diskriminierung des Alters vorgehen. Tun sie es nicht, werden sie in dreißig Jahren in die seelische Sklaverei gehen. Negative Altersvorstellungen, so zeigt die Forschung, führen zu selbstverschuldeter Unmündigkeit und einem Verlust an Denkfähigkeit schon im frühen Alter. Dabei hat die Forschung längst das negative Image des Alterns von Frauen und Männern korrigiert. Wir müssen, so die zentrale These dieses Buches, eine spektakuläre Kulturwende einleiten. Nicht durch ein neues Jugendbild, sondern nur durch eine militante Revolution des Bildes des eigenen Alterns gewinnt diese Gesellschaft die Chance, sich wieder zu verjüngen. Sie muss Gegenbilder schaffen: in der Kunst, im Leben, in der Wissenschaft. Die Macht, Märkte und Meinungen umzuformen, liegt bei dieser neuen Mehrheit. Dieses Buch will anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem Komplott gegen den biologischen und sozialen Terror der Altersangst überreden, weil nur so die Jungen eine Chance bekommen.

Hier bestellen!Christian Brückner: Irritationen - Hörbuch

Die Beschäftigung mit „politischen Gedichten aus Deutschland“, erschienen überwiegend in den letzten Jahrzehnten, führte bei den Herausgebern zu "Irritationen". Denn was lange nach dem letzten großen Krieg geschrieben wurde, ist schon wieder der Befragung würdig. Die flammenden Aufrufe tragen derzeit nicht. Die "Alltagsgedichte", die hier zu hören sind, sind allesamt politisch motiviert und gewinnen einen Teil ihrer Ästhetik aus Unschärfen und Unsicherheiten. Aus jüngster Vergangenheit werfen sie ein flackerndes Licht auf die unsichere Gegenwart.

Hier bestellen!Theodor Kramer: Gesammelte Gedichte

Mit der revidierten Neuauflage des zweiten Bandes ist die dreibändige Ausgabe der Gesammelten Gedichte nun wieder komplett lieferbar.

Über den Autor:

Theodor Kramer , 1897 in Niederhollabrunn geboren, begann ein Studium in Wien, brach es ab und arbeitete im Buchhandel. Sein Werk umfaßt mehr als 10.000 Gedichte. Kramer starb 1958, wenige Monate nach seiner Rückkehr aus dem 18jährigen britischen Exil.

Hier bestellen!P.F. Thomése: Schattenkind

„Fehlendes Wort. Eine Frau, die ihren Mann begräbt, wird Witwe genannt, ein Mann, der ohne seine Frau zurückbleibt, Witwer. Ein Kind ohne Eltern ist eine Waise. Wie aber heißen Vater und Mutter eines gestorbenen Kindes?“ Zum Schlimmsten, was einem Menschen widerfahren kann, gehört gewiss der Tod eines eigenen Kindes. Ebendieses Schlimmste ist dem Autor P. F. Thomése widerfahren, und in Schattenkind versucht er auf seine Weise, mit den Mitteln des Schriftstellers, diesen Schicksalsschlag zu erarbeiten. Er beschreibt den unfassbaren Schmerz, ohne je ins Sentimentale abzugleiten. Er schildert seine Empfindungen mit einer inneren Haltung, die sich um Nüchternheit bemüht. Und gerade in der klaren Analyse, in dem Ringen um eine Sprache für die eigenen Gefühle, zeigt sich das Unbegreifliche des erlittenen Verlusts. „Irgendwo in der Sprache ist sie noch, irgendwo zwischen ein paar Wörtern. Wörtern, die einander noch nicht kennen. Und die sie noch nicht kennen. Schreiben heißt, Sätze auszuprobieren, um zu sehen, was sie bedeuten können.“ Schattenkind ist ein sehr intimes Buch über einen großen (den vielleicht größten) Schmerz. Es ist ein Versuch über die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache und damit nicht zuletzt ein unvergessliches Zeugnis für die wahre Kraft der Literatur.

Hier bestellen!Willem Elsschot: Käse

Frans Laarmans ist bescheidener Büroangestellter auf einer Antwerpener Schiffswerft. Als er eines Tages zum Vertreter einer holländischen Käsehandelsgesellschaft ernannt wird, verantwortlich für die Gebiete Belgien und Großherzogtum Luxemburg, ist er überwältigt von seinem sozialen Aufstieg. Er lässt sich bei der Werft krankschreiben, richtet zu Hause ein Büro ein und bestellt zehntausend Edamer, vollfett. Doch das Leben als Geschäftsmann ist nicht so einfach, wie er es sich vorgestellt hat. Erst als die zwanzig Tonnen schwere Lieferung Käse im Lagerhaus liegt, Kiste über Kiste, dämmert es ihm. Und als sein Vorgesetzter, der brüske Herr Hornstra, seinen Besuch ankündigt, um die ersten Rechnungen zu begleichen, gerät Frans Laarmans in Panik.

Quelle: Verlagsinfos, ZDF

Letztes Update: 11-05-2004 08:32

Veröffentlicht in : Magazin, Kulturnews
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