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Mediengipfel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von literature.de-Team, am 12-04-2002 13:39
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Großansicht - klick!Berlin (ots) - Gibt es einen Unterschied zwischen weiblichem und männlichem Journalismus? Diese Frage erörterte eine prominent besetzte Journalistinnen-Runde am gestrigen Donnerstag auf dem 1. Medien Gipfel 2002. Unter dem Motto "Der Charme der Hartnäckigkeit - sind Frauen die besseren Journalisten?" hatten das media.net und das medienbüro berlinbrandenburg in die Backfabrik.de eingeladen. Bernd Schiphorst, Medienbeauftragter von Berlin-Brandenburg und Leiter des medienbüros: "Die hochkarätige Runde steht für eine Generation starker Medienfrauen. Ihr Erfolg besteht darin, journalistische Kompetenz mit Fingerspitzengefühl und Hartnäckigkeit zu verbinden." Einen typisch weiblichen Journalismus gibt es nicht - darüber waren sich die TV-Journalistinnen Leo Busch, Sabine Christiansen, Astrid Frohloff und Anne Will einig. Unterschiedliche Nuancen seien allerdings sehr wohl zu bemerken, zum Beispiel in der Fragetechnik. "Frauen fragen vielleicht charmanter, in der Sache bleiben sie aber genauso hartnäckig wie die Männer," so TV-Moderatorin und Produzentin Sabine Christiansen. Dennoch seien viele Formate wie "Ich stelle mich" oder "Was nun?", in denen es zur Sache ginge, meist noch in männlicher Hand, stellte Tagesthemen-Frau Anne Will fest. Dabei hätten Journalistinnen wie Maybritt Illner längst ihre Qualitäten als beharrliche Gesprächspartnerin bewiesen. Astrid Frohloff, SAT.1-Nachrichten-Frau, beobachtete zudem, dass sich Frauen in Interviews oft weniger von Eitelkeiten und Profilierungssüchten leiten ließen und zielgerichteter fragten. Eine weitere Stärke der Frauen im Journalismus sei, vernetzend und ressortübergreifend zu denken, so Leo Busch, Journalistin des Nachrichtensenders n-tv. Dennoch ist der Netzwerkgedanke unter Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen noch wenig ausgeprägt. Das könne auch einer der Gründe dafür sein, dass der Frauenanteil in Führungspositionen noch immer gering sei, so Sabine Christiansen: "Daran sind die Frauen zum Teil aber auch selbst schuld. Viele scheuen davor zurück, ihre Forderungen ihrem Vorgesetzten gegenüber deutlich zu formulieren. Das muss sich ändern." Treffpunkt der Medienelite Der Medien Gipfel findet viermal im Jahr statt und wird vom medienbüro berlinbrandenburg und dem media.net, dem größten Unternehmensnetzwerk der regionalen Medienbranche, veranstaltet. Der Branchentreff soll dabei helfen, ein Netzwerk kreativer Köpfe in der Medienregion Berlin-Brandenburg zu schaffen. Der nächste Medien Gipfel findet Anfang Juli statt. Bild: obs/medienbüro belinbrandenburg

Letztes Update: 12-04-2002 13:39

Veröffentlicht in : Magazin, Kulturnews
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