Bücher liegen ihr im Blut. Nicht nur als Autorin hat sie sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. 1958 in Ulm geboren, war auch ihr Privatleben im Elternhaus von Büchern bestimmt. Ihr Vater Kurt war als Verleger tätig, ihre Mutter Inge Buchhändlerin.
Auch bei ihrem weiteren Werdegang orientierte sich Amelie Fried an der Kultur. Nach dem Abitur schloss sich ein Studium der Theaterwissenschaften, Publizistik, Kunstgeschichte und Italienisch in München an. Nebenbei arbeitete sie in freien Theatergruppen und schloss zudem den Studiengang Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film in München ab.
Seit 1984 kennt man sie als Fernsehmoderatorin für Sendungen, wie beispielsweise "Live aus dem Alabama", "Stern-TV" und derzeit neben Giovanni di Lorenzo als Talkgastgeberin in "3nach9".
Nicht zu kitschig
Und obwohl Amelie Fried dem Sentimentalen misstraut, wie sie kürzlich in einem Interview erzählte, gönnt sie sich das Weinen beim Schreiben trotzdem.
Natürlich kann sie nicht all die Geschichten, die sie für ihre erfolgreichen Bücher nutzt, selbst erlebt haben. Aber wie bei Autoren üblich, verschmelzen auch hier Erlebtes und Fantasie zu einem runden Ganzen.
Beim Schreiben kann sie in ihre eigene Welt hinabtauchen, so dass sie alles um sich herum vergisst. Die Geschichten, die sie niederschreibt, kommen aus dem Inneren.
In ihrem neuen Roman "Rosannas Tochter" ist es die Geschichte zweier ungleicher Rivalinnen und deren Kampf um die Liebe. Ein Autounfall der Exfreundin verändert die Beziehung des Ehepaares Josh und Nela von einem Tag auf den anderen. Sie nehmen die 14-jährige Tochter der Verstorbenen bei sich auf. Kaum hat das Mädchen das Trauma überwunden, beginnt sie einen raffinierten Kampf gegen Nela. Alle Figuren schlittern von einem Gefühlschaos ins Nächste.
Mitreißend, ohne ins Kitschige abzugleiten beschreibt Amelie Fried wie zerbrechlich die Liebe sein kann, jeden Tag aufs Neue.
Neben Fernsehpreisen, ist die Autorin auch mit ihren Kinderbüchern sehr erfolgreich und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Beispielsweise wurde "Hat Opa einen Anzug an?" 1997 in "Die schönsten deutschen Bücher" der Stiftung Buchkunst aufgenommen und erhielt den Jugendliteraturpreis, im Jahr 2000 wurde sie mit "Der unsichtbare Vater" in der Kategorie Bilderbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Ihre Bücher, Romane und Jugendbücher sind von Beginn an erfolgreich gestartet, ihre ersten drei Romane wurden verfilmt. Von ihrer erfolgreichen Kinderkrimi-Reihe "Taco und Kaninchen" sind bereits drei Bände erschienen und zwei weitere in Arbeit.
Amelie Fried lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.