"Eine Pop-Odyssee" ist der Untertitel dieses Buchs; genausogut könnte er auch lauten: "Die Geschichte des Pop, gesehen durch die Augen von Giles Smith, Fan". Smith erzählt seine eigene Geschichte von seiner Langzeitbeziehung mit der Musik, mit Pop, Rock, Punk, als Liebeserklärung.
Er tut dies auf eine amüsante, lockere Art, die jedoch mehr als nur ein bißchen zahm wirkt, wenn man das Thema bedenkt. Wer Enthüllungen der Stars sucht, wird hier enttäuscht werden. Statt dessen liest man eine fast verträumte Erzählung von Jugendliebe, leicht sprunghaft und unverständlich für jemanden, der zu alt oder zu jung ist, um den Siebziger-Jahre-Pop noch bewußt miterlebt zu haben.
Smith zeigt seine Meinungen zu allen erwähnten Bands oder Songs sehr offen; Großteile des Buchs sind Produkte des peer pressure, des Gruppenzwangs, für jemanden, der nicht dabei war, schwer nachzuvollziehen.
Trotzdem fällt auf, daß Smiths Leidenschaft, sein Interesse am Pop, alles andere auszuschließen scheint, daß Pop ein Lebensstil für ihn geworden ist, daß er als Fan darin vollkommen aufgeht. Eine solche Begeisterung sollte mitreißen.