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Die Dialektik der Übergangsperiode PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Cornelia Gauch, am 08-02-2005 16:15
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Favoriten 11

Viktor Pelewin - Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin - Weiterlesen!Bitte anschnallen : Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin

Glückszahlen, Aberglaube, Esoterik mischen sich in diesem Roman mit schmerzhafter Realität, verwirrenden Zusammenhängen, ein Bild des neuen Rußland, das den Leser mitreißt und nicht mehr loslässt. Selbst wenn sich der weitere Sinn des Buches entzieht, ist es eine Freude zu lesen. Stepan, Held des Buches, beschäftigt sich mit Zahlen, seiner Glückszahl vor allem, nach der er sein ganzes Leben ausrichtet und an der er es definiert. So könnte alles wunderbar sein, aber seine Zahl besitzt auch eine Kehrseite, und die macht Stepan das Leben schwer. Er versucht, dem Einfluss dieser Zahl zu entkommen, steigert sich hinein, kämpft um den Erhalt und der Stärkung seiner Zahl, und fällt dabei in einen Morast, der ihn einiges kosten mag.

Gleichzeitig schafft es Pelewin, die Zahlenmystik nie zu dem Grad zu übertreiben, daß sie dem Buch schaden würde. Die Realität sitzt fest im Sattel, und Pop-Culture hält die Zügel. Viel Englisch wird gesprochen, und Pelewin beweist, dass er alles andere als einen weltfremden Exzentriker in Stepan sieht.

Die Dialektik ist religiös, sehr sogar, was man nicht vermuten würde - in Stepans Geist entsteht eine neue Religion, deren Gottheit ungewöhnlich sein mag, die aber dennoch auf ähnlichen Regeln beruht. Und er ist nicht der einzige, der Zahlen zum Gott erhebt.

Man schließe seinen Sicherheitsgurt und halte den Atem an. Russland, wie man es noch nicht gesehen hat.

Redakteurin: Cornelia Gauch

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Viktor Pelewin
Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin
Aus dem Russischen von Andreas Tretner
Luchterhand Literaturverlag
Luchterhand
347 Seiten, EUR 22,50
ISBN
3-630-87172-0

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Letztes Update: 08-02-2005 16:15

Veröffentlicht in : Buch, Belletristik
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