Der 13jährige Will lebt mit seinen Eltern und der jüngeren Schwester Lila in New Harbor in einem Wohnwagen auf einer Wiese mit Meerblick. Der Vater, ein Fischer, erhält kurz nach dem Weihnachtsfest den Einberufungsbefehl nach Vietnam. Einige Wochen später bekommt die Familie die schreckliche Nachricht, dass der Vater niedergeschossen worden ist. Er konnte nicht gerettet werden, er fiel ins Wasser und verschwand. Die Familie gerät in Not.
Das Boot des Vaters und seine Ausrüstung müssten verkauft werden. Doch die Mutter will sich nicht davon trennen. Die Familiensituation wird immer bedenklicher. Und dann fast ein Jahr später, es ist kurz vor Weihnachten, beginnt es im Trailer zu spuken. Ein Geist zeigt sich den Kindern und verunsichert sie sehr. Zunächst glauben die beiden, es ist der Vater. Aber zwischen Geist und Vater bestehen keinerlei Ähnlichkeiten. Der Geist ist ein älterer Mann. Er trägt ein Wollhemd, rote Hosenträger und schwere Stiefel. Er ist aus einem ganz bestimmten Grund zu den Kindern gekommen.
Der erste Teil der Geschichte ist sehr realistisch erzählt. Auch den Geist hält man zunächst für ein Fantasieprodukt der Kinder. Da das Buch im Untertitel schon verrät, dass es sich um eine Weihnachtsgeschichte handelt, kommt man dann aber sehr schnell darauf, wer der Geist sein könnte. Der zweite Teil des Buches ist fantastisch. Fast ist es schon zu viel des Guten. Santa Claus unternimmt mit den Kindern im Boot des Vaters, das nun gezogen von Rentieren durch den Himmel fliegt, eine Reise. Gemeinsam bringen sie Menschen auf der ganzen Welt Träume. Auch für die Familie selbst geht die Geschichte natürlich gut aus. Denn auch deren Träumen gehen in Erfüllung. Die Geschichte ist vom Stil her gut lesbar. Sie ist sentimental, anrührend und märchenhaft.
Fazit: Ein Buch für Leser, die an die Kraft der Träume glauben.
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Richard Preston Das Boot der Träume Eine Weihnachtsgeschichte Aus dem Englischen von Frederike Barkow Argon Verlag, Berlin 124 Seiten, gebunden, 12,90 Euro ISBN 3-87024-761-4