Nach einem Flugzeugabsturz über dem Pazifik strandet eine schwedisch-finnische Gruppe von UN-Mitarbeitern auf einer einsamen Insel. Nur ein Gedanke beherrscht alle: Wie kann man von dem Eiland entkommen. Doch nach größeren Startschwierigkeiten rauft sich die ungleiche Gruppe so hervorragend zusammen, dass der Wunsch, gerettet zu werden, in immer weitere Ferne rückt.
Ein finnischer Journalist, drei englische Stewardessen, eine Gruppe schwedischer Krankenschwestern und ein paar finnische Holzarbeiter sind die Akteure dieses kleinen Robinsondramas. Nach einem Flugzeugabsturz findet sich die ungleiche Gruppe auf einer verlassenen Insel wieder, die zu allem Überfluss auch noch mitten im malaiischen Kriegs- und Krisengebiet liegt.
Nachdem essentielle Fragen wie Nahrungsversorgung, Legislative und Sprachbarrieren geklärt worden sind, können sich die Mitglieder des neuen "Inselstaates" endlich den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden. Empfängnisverhütende Spiralen werden eingesetzt, und dann fallen die Hüllen. Dennoch schwindet die Hoffnung auf Rettung niemals ganz, und eines Tages erarbeitet das Vorstandsteam einen ebenso genialen wie verrückten Plan, wie man die Aufmerksamkeit der Außenwelt auf sich ziehen kann.
Der finnische Erfolgsautor Arto Paasalinna hat sich längst über die Landesgrenzen hinaus einen Namen als Schöpfer ebenso witziger wie skurriler Romane gemacht. Mit Vorstandssitzung im Paradies legt er wieder einen Beweis seines staubtrockenen Witzes und unerschöpflichen Einfallsreichtums vor. Was als herkömmlicher Survival-Roman mit starken Anlehnungen an Defoes Robinson beginnt, artet schnell zu einer herrlich skurrilen Erzählung über das Alltagsleben jenseits von Telefon und E-Mail aus.
Insbesondere im letzten Drittel des Romans, wenn die Inselbewohner sich mit einer alterschwachen Kanone gegen ihre "Retter" zur Wehr setzen, treibt die Phantasie des Autors so bunte Blüten, dass man eigentlich nur noch den nächsten Flieger nach Finnland nehmen möchte, um diesen seltsamen Menschenschlag persönlich kennen zu lernen.