Navid Kermani, der 1967 in Siegen geboren wurde, in Köln lebt und persischer Abstammung ist, kennt sich mit dem Koran bestens aus. Das bewies er 2000 mit seinem Werk "Gott ist schön", für das er den Ernst-Bloch-Preis und eine Stellung als Long-Term-Fellows am Wissenschaftskolleg zu Berlin erhielt. Auf etwa 1000 Seiten versuchte er den Zusammenhang zwischen Koran und Ästhetik aufzuspüren. Nach dem 11.September 2001 schreib der Orientalist zahlreiche Feuilletonartikel zum Thema Islam. 2001 veröffentlichte er zudem sein Werk "Iran, Revolution der Kinder", in dem er die Umstrukturierung der iranischen Gesellschaft nach der islamischen Revolution schildert. 2002 erschien "Dynamit des Geistes-Martyrium, Islam und Nihilismus und im darauf folgendem Jahr "Schöner neuer Orient - Berichte von Stätten und Kriegen". Seine neueren Publikationen "Das Buch der von Neil Young Getöteten" (2002), "Vierzig Leben" (2004) und "Du sollst" (2005) zeigen, dass der Autor nicht ausschließlich politisch-religiös, sondern auch poetisch-ästhetisch schreiben kann.