Gleichsam seiner Gaunerfigur Jimmy Reeperbahn scheint der Autor P. Howard (1905-1943) mehrere Identitäten zu haben. Jedoch hatte er nichts verbrochen. Er war lediglich jüdischer Abstammung und änderte wegen des aufkommenden Rechtsradikalismus vor dem zweiten Weltkrieg seinen ursprünglichen Namen Jenö Reich in Jenö Rejto um.
Seine Bücher wurden unter den Pseudonymen P. Howard und Gibson Lavery veröffentlicht. Nach seinem Abitur wollte der Autor eigentlich Schauspieler werden, arbeitete jedoch zunächst bei Fischern und Dockarbeitern und schloss sich einem Wanderzirkus an. In den 30iger Jahren kehrte er nach Ungarn zurück und schrieb seine abenteuerlichen Romane (ca. 60 Stück), die reißenden Absatz fanden. Von den Nationalsozialisten wurde er leider nicht nur hämisch zum "König der Schundliteratur" gekrönt, sondern auch in ein Arbeitslager in der Ukraine verschleppt, wo er 1943 erfror.