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Rote Backen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Redaktion, am 20-07-2005 11:11
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Wernher W. Reiners - Rote Backen - Weiterlesen!In einem Harzer Kurort treffen die beiden Oldtimer Eggerscheidt und Adolphs zusammen; der eine ist Hobby-Kriminalist und der andere Kriminalkommissar a.D. Sie agieren bald gemeinsam als Privatdetektive und benutzen häufig Vokabeln, die nur zur Generation der jüngeren passen. Dadurch machen sie sich ständig bewusst, noch nicht zum alten Eisen zu gehören. Eggerscheidt meint außerdem, es gäbe nichts Neues unter der Sonne, auch in der Kriminologie sei das so, man könne alles auf altbekannte Motive und Konstruktionen zurückführen. Und Adolphs hat einen genialen Einfall für seine Rachepläne: Er will die ehemaligen Kollegen durch eine geniale Leistung für die vorzeitige Pensionierung beschämen...

Exposé

In einem Harzer Kurort treffen die beiden Oldtimer Gernot Eggerscheidt, ein Krimi-Fan und Hobby-Kriminalist, der über ein Geheimnis zu verfügen scheint, und Waldemar Adolphs, Kriminalkommissar a.D., zusammen. Sie beschließen, als Privatdetektive agieren zu wollen. Oft benutzen beide Vokabeln, die nur zur Generation der jüngeren passt: Auf diese Weise machen sie sich klar, keineswegs schon zum alten Eisen zu gehören.

Eine politische Intrige beförderte Kommissar Adolphs zum a.D.; er kommt sich aber wie rausgeschmissen vor, es hat ihn krank werden lassen: Er möchte in erster Linie gesunden; in zweiter Linie sucht er nach einem geeigneten Fall für den Kriminalisten in ihm, denn er will sich durch eine grandiose Leistung rächen, seine ehemaligen Kollegen beschämen und so erreichen, wieder in die Kripo aufgenommen zu werden.

Eggerscheidts Enkelin Ariane (Studentin der Medizin) schafft es, rationale Wissenschaft mit großer Romantik zu verbinden. Sie hat sich in der Familie außer bei ihrem Großvater unbeliebt gemacht. Sie glaubt diesem Großvater und sucht trotzdem dessen Geheimnis zu entschlüsseln.

Die Kleinunternehmerin Veronika Kalthof wohnt in Düsseldorf. Sie wird von den Nachbarn als freundliche und wohlhabende Witwe beschrieben. Sie hat ihre Konten bei der Bank geführt, bei der Eggerscheidt arbeitete.

Der kleine Gauner Krickeberger trägt zunächst eine Zeitschrift aus.

Eggerscheidt stößt bei einem Spaziergang auf die Leiche. Der Ex-Banker erkennt schnell deren Identität: Es ist Frau Kalthof. Ohne die Kripo über seine Entdeckung zu informieren, hetzt der Ex den a.D. auf diesen Fall.

Eggerscheidt ist nicht zufällig in den Harz gekommen: Er hat irgendwie Rauschgift gerochen, aber das verschweigt er seinem Kompagnon.

Adolphs knurrt zwar, macht sich aber an die Arbeit. Er glaubt zu erkennen, dass es sich um einen Raubmord handelt. Allerdings auch, dass diese Fall-Begründung wahrscheinlich absichtlich so lanciert worden sein könnte. - Er berichtet seinem Kompagnon deshalb von dem Entschluss, nach Düsseldorf fahren zu wollen: Denn nur am Wohnort der ermordeten Frau und in deren normalem Umfeld seien weitere Einzelheiten zu bekommen.

Eggerscheidt begibt sich ebenfalls an den Rhein. Er träumt von einem vor langer Zeit gelesenen Krimi und dessen einem Motiv, einem Tresor. In seiner alten Bank schafft er es, das Konto der Kalthof zu lesen – und findet im unglaublich gestiegenen Reichtum der Frau das Motiv für den Mord. Jetzt verliert er jegliches Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit Adolphs, verbaut also dem a.D. die Chance, für die Rehabilitation eventuell eine geniale Lösung zu finden.

Die inzwischen alarmierte Mordkommission ermittelt den kleinen Gauner und Rauschgift-Konsu­menten Krickeberger, der auch den Einbruch ins Haus der Kalthof gesteht. Man kombiniert: Krickeberger brauchte Geld für Koks, er fand nichts im Haus Kalthof – also wird er der Frau in den Harz nachgefahren sein (man findet in seiner Wohnung eine benutzte Fahrkarte) und sie irgendwie ermordet haben.

Der a.D. entdeckt in Düsseldorf außer einem Stapel von Privatbriefen mit familiärem Inhalt nichts. Er wird nieder geschlagen und reist, als er wieder klarer geworden ist, verängstigt in den Harz zurück. Während der Bahnfahrt erinnert er sich aus seiner Praxis an den Trick von Rauschgifthändlern großen Stils, wichtige Botschaften in verschlüsselten Privatbriefen zu übermitteln. Das wird es auch hier sein!

Am nächsten Tag erklärt ihm Eggerscheidt, dass sie als Detektive aufhören müssten, er nur noch Krimis lesen wolle und am Fall nicht mehr interessiert sei. [Er kennt ja die vermeintliche Lösung!]

Frustriert stolpert Adolphs ins Kurmittelhaus und findet dort in einer Illustrierten das Bild der ermordeten Frau. Laut Bildunterschrift soll es sich aber um eine südamerikanische Schauspielerin handeln. Adolphs geht noch ein Mal zu Eggerscheidt, berichtet von seinen neuen Erkenntnissen – und jetzt springt Eggerscheidt wieder an. Er surft in seinen Krimimotiven und findet einen vergleichbaren Fall.

Frau Kalthof hat danach Rauschgift-Geld bei der Bank eingezahlt, denn sie betreibt eine Losbude, hat also immer viel Kleingeld. Die Doppelgängerin hebt dieses Geld in großen Scheinen ab – wäscht es also – und bringt es nach Südamerika zurück.

Der kleine Rauschgift-Dealer Krickeberger kann also – seine Theorie - auf keinen Fall der Mörder der Kalthof gewesen sein. Vielmehr dürfte es Unstimmigkeiten im Milieu der Groß-Dealer gegeben haben (Übervorteilungsversuche?), in deren Folge die Kalthof ermordet wurde.

Eine Mordkommissionsposse – weil sie nicht einmal das Konto der Kalthof überprüft hat und auch nicht die Doppelgängerin fand, obwohl deren Bild in der Presse stand - konnte begradigt werden; Adolphs hat doch seinen Aufhänger erwischt und wird auch prompt rehabilitiert.

  • Leseprobe (pdf)

    Über den Autor:

    Wernher W. Reiners, mit Rheinwasser getauft, begann im noch Großdeut­schen Reich zu leben und wohnte dann im Bundesland NRW. Er hat als Chemie-Laborant-Lehrling angefangen, nebenbei das Abitur am Abendgymnasium Düsseldorf gemacht und kam als Student nach Berlin an die FU. Hier konnte er auch promovieren. Nachdem er bei einem Verlag und zwei Bibliotheken gejobbt hatte, musste er sich als Hausmann in der Familie bewähren – und fand zu seinen letzten Beruf, der Schreiberei. Seit 1969 wohnt er in Berlin.
    Seine Biografie und sein analytischer Blick haben ihn geradezu prädestiniert, in seinen Arbeiten über die unterschiedlichsten Situationen authentisch zu schreiben.

    Veröffentlichungen:

  • Jeder für sich und Gott für uns alle – Erzählungen (vergriffen)
  • Das Geheimnis der Isis – Krimi – (vergriffen)
  • Diamantenblues – Krimi – Books on Demand GmbH, Norderstedt
  • Rote Backen – Krimi – Books on Demand GmbH, Norderstedt

    Informationen zum Buch

    Sie können das Buch bequem online bei unseren Buchhandelspartnern bestellen:

    Weiterführende Links / Besprechungen bei uns

    Wernher W. Reiners
    Rote Backen
    Das Team der Opakriminalisten
    BoD
    328 Seiten, EUR 18,90
    ISBN
    3-8334-1899-0

    Gesponserter Link:

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    Letztes Update: 20-07-2005 11:11

    Veröffentlicht in : Buch, Buchvorstellung
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