Mens sana in corpore sano! Beziehungsweise Ein Gesunder Geist in einem gesunden Körper!
Schnellen Schrittes eilt die ego- und exzentrische Kunigunda von ihrer Schönheitskur nach Rom zurück. Auch wenn sie sich zu ihrem Glück einen Kurschatten ergattert hat, kreisen ihre unruhigen Fantasien nur noch um ihren Mann herum, den ziemlich erfolglosen aber recht eingebildeten Feldherrn Comandorus. Dieser schwelgt derweil noch tief in romantischen Schwärmereien über seine Flamme Kleopatra, die seinen Feldzug nach Ägypten offen-sichtlich unvergesslich versüßen konnte. Allerdings wird er durch die hereinpolternde Kunigunda nicht unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Und nun jagt eine Szene die andere, denn ihr hitziges Temperament und sein zerstreuter Geist kreieren immer wieder Missverständnisse, die Kunigunda schockieren und irritieren. Vor allem die bezaubernden Figuren, die es Comandorus auf seinem Feldzug angetan haben, erregen ihre jähzornige Eifersucht: Die Aphrodite von Milo, die Nike von Samuthrake, die Sphinx von Gizeh und viele andere - nicht zuletzt auch eine griechische Amphora. Als sie sich noch anhören muss, dass Comandorus Alexandria im Sturm erobert hatte, kocht sie vor Wut. Und als schließlich noch ihr Kurschatten Herman von einem Besuch in diesem Tollhaus absieht, kommt es zur Eskalation in dieser unglücklichen Beziehung. Nicht auszudenken, was noch alles passiert wäre, wenn Kunigunda nicht Kleopatras letzten Brief gefunden und von den Reichtümern erfahren hätte, die testamentarisch Comandorus zukommen sollen. Nunmehr besessen sich selbst in Ägypten auf Schusters Rappen aufzumachen, um endlich reich und glücklich zu werden, zieht sie mit ihm von dannen. Comandorus bleiben da nur noch die Wörter: „Ein gesunder Geist sei in einem gesunden Körper!“
Im Anschluss an das mit vielen witzsprühenden Farbbildern und Regieanmerkungen versehene und in Versform verfasste Theaterstück schließen sich eingehende Erläuterungen zu den Begriffen und Redewendungen an, die Gegenstand und Ursache der Missverständnisse von Kunigunda und Comandorus waren. Mit zahlreichen schwarz-weiß Bildern werden die relevanten Kulturbegriffe der Antike erläutert, sowie die geläufigsten Redewendungen in ihrer Bedeutung und Geschichte betrachtet.
Somit ist dieses im Großformat erschienene Buch ein Theater-, Sach-, und Humorbuch zugleich, das für alle Altersgruppen eine höchst amüsante und instruktive Lektüre zum kulturellen und sprachlichen Ausdruck des Menschen darstellt.
Rodolfo Caro, geboren 1967 in Hamburg, studierte Sprach- und Erziehungswissenschaften, ist hauptberuflich als Dozent und nebenberuflich seit 1998 mit eigenen Sketchen und Kurz-theaterstücken als Entertainer engagiert.
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Felix qui potuit rerum cognoscere!
Glück ist, wer alles versteht!
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Rodolfo
Caro Mens sana in corpore sano!
Beziehungsweise Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper BoD 108
Seiten, EUR 20,00 ISBN 3-8334-2045-6