Das Buch von der Zukunft : Ein Reiseführer nach vorne
In die Zukunft schauen ist schwer und leicht. Schwer, weil man eben nicht sicher sein kann, was kommt, leicht, weil alles möglich ist. So habe ich mich durch die Ideen des Autoren gelesen, der zwanzig Jahr nach George Orwell's "1984" durchaus seriös und mit vielen fundierten Erkenntnissen und Belegen eine Prognose der kommenden Jahre erstellt.
Viele der Horrorszenarien relativiert er und entsorgt damit, also verringert Sorgen, die es in der Gesellschaft so gibt. Dabei bleibt stets ein großer Rest an kritischem Zweifel, denn ob - nur als Beispiel - die Verharmlosung der Gentechnik mit dem Hinweis, auch die Obstbaumveredelung sei ja ein genetischer Eingriff und ohne Folgen geblieben, als Handlungsdoktrin bestehen kann, können freilich erst in der Zukunft bewertet werden. Gesagt wird viel, wenn der Tag lang ist und Vorhersagungen leiden eben unter der augenblicklichen Unüberprüfbarkeit.
Anzeige Viele Überlegungen des durchaus interessanten und spannenden Buches sind gute Impulse, um über bestimmte Lebens- und Entwicklungsbereiche unserer Zeit nachzusinnen und sich zu positionieren. Das ist der absolute Wert dieses Buches für die nächste Generation. Es übt einen starken Reiz aus, sich einmal mit einem etwas gewagten und auch visionären Blick den aktuellen Vorhaben zu stellen und von erdachten Visionen überraschen zu lassen. Das gefällt und dient der Auseinandersetzung mit dem eigenen Dasein im Hinblick auf die Nachkommen unserer Zeit.