Es dauert nicht mehr lange, dann wird in Amerika wieder gewählt. Schaut man sich die Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate an, so steigen und fallen Bushs Beliebtheitswerte. Sah John Kerry lange Zeit noch wie der zukünftige strahlende Gewinner und somit wie der 44. Präsident der Vereinigten Staaten aus, so ist dies nach aktuellen Umfragen nicht mehr sicher. Doch wer ist George W. Bush?
Die Bushs gelten nicht als Sympathieträger. Vater wie Sohn zogen gegen Saddam Hussein in den Krieg und verhaspeln sich manches Mal selbst in ihren Sätzen. Ein Netzwerk von Geschäftsfreunden und Familienmitgliedern zeichnet die Familie aus, was zu einer sehr starken Verflechtung privater Interessen und der amerikanischen Politik führt.
Dabei wird deutlich, wie tief die Bushs in der politischen Landschaft der USA verwurzelt sind. Jenseits des populären Bush-Bashings liefert der Autor eine differenzierte Analyse der Macht- und Familienstrukturen der Bushs im Kontext des amerikanischen Selbstverständnisses. Er erläutert die Hintergründe für eine Politik, die viel mit Öldollars, Todesstrafe, Abtreibungsgegnerschaft und dem sturen Verteidigen des Rechts auf Waffenbesitz zu tun hat.
Rimscha beleuchtet auf gut lesbare und verständliche Art die Familie und entwickelt mit Anekdoten und Hintergründen ein fundiertes und spannendes Portrait.
Über den Autor:
Robert von Rimscha leitet die Parlamentsredaktion des Tagesspiegel in Berlin. Von 1996 bis 2000 arbeitete er als USA-Korrespondent in Washington. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter Die Kennedys – Glanz und Tragik eines amerikanischen Traums (Campus 2001). Er schreibt Meinungsbeiträge u.a. für die Los Angeles Times und den International Herald Tribune und wurde im Mai 2003 mit dem Arthur-F.-Burns-Preis für Kommentare zum transatlantischen Verhältnis ausgezeichnet.