Die Schrift gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Die Herausforderung an die Gedächtnisleistung in Kulturen ohne Schrift wird mit der Entwicklung von Schrift abgelöst durch neue, revolutionäre Möglichkeiten, Wissen zu speichern und weiterzugeben. Aber wer entwickelt, wer nutzt diese neuen Möglichkeiten?
Welche Funktionen erfüllt die Schrift und wie verändert sie das Zusammenleben der Menschen? Ob Wortschreibung oder Lautschrift, Harald Haarmann schildert knapp und anschaulich, welche unterschiedlichen Schriftsysteme sich seit den ersten bildichen Vorstufen vor 7000 Jahren entwickelt haben und wie unser Alphabet entstanden ist.
Dabei bietet er einen faszinierenden Einlick in die Kulturgeschichte der Menschheit und das Leben in längst untergegangenen Hochkulturen.
Inhaltsüberblick:
1. Kulturen ohne Schrift und die Herausforderung des Gedächtnisses
2. Wer hat wann, wo und warum mit dem Schreiben angefangen?
3. Von der Wort- zur Lautschreibung: Schrift als Herausforderung des abstrakten Denkens
4. Schreibtechniken und Schriftträger - Von der Tontafel zum elektronischen Buch
5. Der Siegeszug des Alphabets - Von der Sinai-Schrift zur Lateinschrift
6. 7000 Jahre Schriftgeschichte in Europa
7. Die Rückkehr zur elitären Schriftlichkeit
Über den Autor:
Harald Haarmann gehört zu den weltweit bekanntesten Sprachwissenschaftlern. Er ist Mitglied des Forschungsteams des "Research Centre on Multilingualism" (Brüssel) und an mehreren Forschungsprojekten beteiligt. Mit seiner Universalgeschichte der Schrift (1998) ist er einem größeren Publikum bekanntgeworden.
Harald Haarmann Geschichte der Schrift c.h. beck wissen
112 Seiten, Taschenbuch
ISBN 3-406-47998-7