|
|
Geschrieben von Wolfgang Haan
|
|
Dienstag, 24. Januar 2006 |
Ein Tag vor dem Herrn ist wie 1000 Jahre : Die Jakobsleiter
"Job erhängte sich während des Gottesdienstes. Er brauchte sich nicht zu beeilen. Ein Gottesdienst seines Vaters dauerte mindestens zwei Stunden." Dieser eine Satz vereint alle Themen des Romans "Die Jakobsleiter" von Maarten t' Hart: Tod, Schuld, Sühne, Religion. Denn Job begeht Selbstmord, weil er seine Schwester Hendrikje bei der Arbeit als Prostituierte beobachtet hat. Damit glaubt er sein inzestuöses Verhalten zu ihr sühnen zu können, die einst wegen des sexuellen Missbrauchs des Bruders von zu Hause floh.
weiter … |
|
|
Geschrieben von Wolfgang Haan
|
|
Dienstag, 17. Januar 2006 |
In den Gassen von Limerick : Die Asche meiner Mutter
In den Gassen spielen verwahrloste, zerlumpte, abgemagerte Kinder zwischen Pfützen, Abfall und Kloake. In den Hauseingängen stehen die Mütter und unterhalten sich darüber, welche karikative oder kirchliche Einrichtung heute wohl am besten aufgesucht werden soll. Die meisten Frauen sind das, was man heute als "Alleinerziehende" bezeichnet. Die Männer sind abgehauen oder kommen nur nach Hause, um ihren Rausch auszuschlafen oder Mutter und Kinder zu prügeln und um die letzten Ersparnisse zu betrügen.
weiter … |
|
|
Geschrieben von Wolfgang Haan
|
|
Freitag, 06. Januar 2006 |
Ein sinnliches Erlebnis in intensiven Bildern
In Ihrem Debütroman "Mondgischt" erzählt Dawn Clifton Tripp über drei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Da wäre zum einen Elizabeth Gonne Low, irische Auswanderin, Besitzerin eines kleinen Hotels und Granddame des Dorfes Westport. Unterstützt wird sie von der farbigen Maggie, die eines Tages auf geheimnisvolle Weise im Dorf auftauchte und der man hinter vorgehaltener Hand wundersame Kräfte nachsagt. Im Leben der beiden Frauen spielt Eve, Elizabeth Enkelin, eine große Rolle. Seit frühester Kindheit hat Eve den Sommer bei Elizabeth verbracht. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter schiebt ihr emotional völlig überforderter Vater Eve zur Großmutter ab. Dabei scheint es ihm völlig egal zu sein, dass sich die ohnehin scheue und verstörte Eve nun praktisch als ungeliebte Vollwaise fühlt und sich die Schuld am Tod ihrer Mutter gibt.
weiter … |
|
|
Geschrieben von Wolfgang Haan
|
|
Montag, 02. Januar 2006 |
Kein Hörbuch sondern die opulente Würdigung eines Klassikers
Das Recht der Frau auf freie Partnerwahl
"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau."
Mit diesem viel zitierten Satz beginnt Jane Austens Roman "Stolz und Vorurteil", in dessen Verlauf wir das Leben der jungen Elisabeth ein kurzes Stück begleiten. Sie ist eine der fünf Töchter der Bennets, einer der Oberschicht angehörigen Landadelsfamilie mit nur geringem Vermögen. Oberstes Ziel der Mutter ist es, ihre Töchter schnellstens zu verheiraten. Aber in der Provinz mangelt es an standesgemäßen und vermögenden Heiratskandidaten. Da kommt frisches Blut wie der neue Nachbar Mr. Bingley gerade recht. Unverzüglich macht sich Mrs. Bennet daran, Bingley mit ihrer Tochter Jane zu verkuppeln, was zunächst misslingt.
weiter … |
|
|
Geschrieben von Wolfgang Haan
|
|
Freitag, 16. Dezember 2005 |
Cool wie Lara Croft : Das verlorene Labyrinth
Endlich sind die Zeiten vorbei, in denen Heldinnen an der Seite von Supermann nur als Staffage, Handlanger oder optischer Reiz dienten. Jüngster Beweis sind Dr. Alice Tanner und die 17-jährige Alais, Protagonisten in Kate Mosses Mystery-Thriller "Das verlorene Labyrinth".
weiter … |
|
|
|
!<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Nächste > Ende >>
|
| Ergebnisse 82 - 90 ( von 91 ) |