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Geschrieben von Soraya Levin
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Donnerstag, 07. Dezember 2006 |
Mit Orhan Pamuk wird erstmals in diesem Jahr am 10. Dezember 2006 der Nobelpreis für Literatur an einen Autor aus der Türkei verliehen.
Der 1952 in Istanbul geborene Autor nimmt den Hörer mit an sein Fenster und blickt zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf die orientalische Metropole am Bosporus.
Der gefühlstiefe Rückblick beginnt in den schmalen Gassen Istanbuls, wo die Kluft zwischen Stadt und Land sichtbar ist, im Viertel Beyouglo, das seinen europäischen Einfluss nicht verleugnen kann. Beyouglo, als Kind vom Erzähler als Fremde wahrgenommen, wo nicht die Armut sondern das Geld zu Hause ist, wo Tag und Nacht Vergnügen und Genuss herrschen. Ein multikultureller Schmelztiegel, dessen Lebensart verschiedener nicht sein kann. Als das Hollywood Istanbuls später überwiegend Pornos produziert, verfällt der Stadtteil. Bauern aus Anatolien finden hier eine neue Heimat. Abseits der Hauptstraße sitzen Männer vor den Häusern bei orientalischen Brettspielen, rieselt der Putz von den alten Häusern, toben und lärmen Kinder. Im Laufe der Zeit zieht es die geistige Elite nach Beyouglo, wo die Läden zwar nicht mehr die der Kindheit sind, aber das lebhafte Treiben, die Musik und die Gerüche in den Gassen sind geblieben.
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Geschrieben von Wolfgang Haan
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Donnerstag, 16. November 2006 |
Manhattan Murder Mystery
„Biograph“ sagte Kalf.
„Ist das denn etwas anderes, ein Biograph?“
„Niklas ist etwas hilflos, was sein eigenes Leben angeht“, erläuterte Liz entschuldigend.
Snowe sah sie an. Er verstehe das, sagte er. Sehr gut sogar. Ihn selbst interessierten fremde Lebensgeschichten auch ungemein. Vielleicht sei er deshalb Verleger geworden. „Und manchmal schnurrt so ein fremdes Leben dann auf einen Augenblick zusammen.“
Kalf nickte: „Auf ein Geheimnis.“
„Ja“ sagte Albert Snowe.
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Geschrieben von Soraya Levin
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Dienstag, 31. Oktober 2006 |
Ein Hörspiel der Romanvorlage des diesjährigen türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk.
Hauptschauplatz der Geschichte ist Kars, eine kleine Provinzstadt im Nordosten Anatoliens.
Nach 12 jährigem politischen Asyl in Deutschland kehrt der Schriftsteller Ka zur Beerdigung seiner Mutter 1992 nach Istanbul zurück. Ein Freund überredet ihn, für die Zeitung "die Republik" einen Artikel über die gehäuften Selbstmorde junger Kopftuchträgerinnen in Kars zu schreiben.
Als er in Kars ankommt, ist die Stadt nach kurzer Zeit von einem nicht enden wollenden Schneefall von der Außenwelt abgeschlossen.
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Geschrieben von Verena Gartz
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Donnerstag, 27. Juli 2006 |
Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist
Iny Lorentz hat den Moment verpasst
Die Abenteuer der Marie Adler sind noch nicht vorbei. So mancher hatte es befürchtet.
Als vor zwei Jahren "Die Wanderhure" erschien, fanden das Buch von Iny Lorentz und das dazu erschienene Hörbuch, gelesen von Anne Moll, sofort eine riesige Fangemeinde. Zu recht. Die Geschichte einer jungen Frau, die üblen Intrigen zum Opfer fällt und sich zwischen Freitod und einem Leben als Wanderhure entscheiden muss, begeistert durch seine präzise Sprache, eine unglaubliche Spannung und vor allem durch eine starke Hauptfigur: Marie Adler. Mit Hilfe der erfahrenen Dirne Hiltrud entscheidet sie sich für das Leben als Dirne und wird schnell zu einer begehrten »Hübschlerin«.
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Geschrieben von Wolfgang Haan
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Mittwoch, 07. Juni 2006 |
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Literarisch anspruchsvolle Suche Nicht Nicole Krauss sondern Leo Gurski ist der Autor von "Geschichte der Liebe". Sie ist nur der Chronist, der über die verschlungenen Pfade des Buches und der Menschen berichtet, deren Leben der Roman veränderte.
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