freakydarling
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Re:Wörterbörse - 2006/09/22 23:24
Piep! ...... piep! ..... piep! .... piep! ... piep! Müde öffne ich die Augen. Montag! Und wenn man dem Wecker glauben kann, der immer noch unbarmherzig jeden erneuten Einschlafversuch zunichte macht, dann ist es gerade mal halb 6 Uhr morgens. Eindeutig viel zu früh! Vor allem für eine Schülerin, deren 6 Wochen Freiheit mit dem Klingeln dieses Weckers endgültig zu Ende gegangen sind. Mit einer groben Bewegung, die eigentlich zum Verstummen des störenden Gerätes führen sollte, wische ich kurzerhand alles, das nicht fest mit dem Holz verbunden ist, von meinem Nachttisch und drehe mich wieder auf die andere Seite. „Luca!! Aufstehen!! Du musst heute noch in die Schule!!“ Und schon höre ich, wie die Vorhänge beiseite gezogen werden und mich blendet automatisch das hereinfallende Licht. NEIN! Bitte nicht auch noch das. Da bin ich grade wieder am einschlafen und schon kommt meine Mutter ins Zimmer gestürzt. Grausam ist die Welt. Dabei will ich doch nur noch ein paar Minuten schlafen! „Sag mal, was hast du denn da gemacht?“ Oje, der Unterton gefällt mir nicht. Grummelnd versuche ich mich aus der Bettdecke zu befreien und folge mit meinem Blick dem ausgestreckten Finger, der bedrohlich in Richtung Boden zeigt. Dort befinden sich mein halb auseinander gefallener Wecker, Unmengen von Taschentüchern, die die Packung verlassen haben, ein paar Stifte, mein Nasenspray, meine Uhr und noch viel mehr – mit anderen Worten: alles, was sich bis vorhin noch auf dem kleinen Tisch neben meinem Bett befand, liegt nun auf dem Teppich verstreut. Na toll! Wetten, dass ich das gleich wieder aufräumen muss? „Jetzt setz dich endlich in Bewegung und mach, dass du aus den Federn kommst. Du sollst schließlich nicht schon am ersten Tag den Bus verpassen! Ach ja, räum das noch schnell auf. An die Arbeit!“ Wette gewonnen. Gähnend quäle ich mich aus „den Federn“ und muss mich erst einmal hinsetzen um nicht gleich wieder umzufallen. Es ist gestern Abend wohl doch später geworden als gut war. Ich bin einfach nicht mehr gewohnt, derart früh schon wieder fit sein zu müssen. Der Tag wird lang, überlege ich noch während ich mich in die Küche schleppe. Kaffee! Das ist jetzt genau das, was ich brauche! Koffein vertreibt die Müdigkeit und ich befinde mich immer noch im Halbschlaf. Oh, wie ich Montage hasse. Die sind ja schon nach einem Wochenende schwer zu ertragen aber nach 6 Wochen Ferien wieder in den Schulalltag zurück zu kehren ist das wieder etwas anderes. Gelangweilt höre ich dem Blubbern der Kaffeemaschine zu und versuche mich wenigstens gedanklich schon mal mit der Schule anzufreunden. „Hey, sieh einer an! Luca hat es tatsächlich geschafft aufzuwachen!“ Oh nein, die Sticheleien meines großen Bruders kann ich vor meinem Kaffee echt noch nicht gebrauchen. Also begnüge ich mich damit, ihm einen giftigen Blick zuzuwerfen als er auch noch anfängt zu klatschen. Endlich ist die Kaffeemaschine fertig und ich fülle meine Tasse. „Du schläfst ja noch“, setzt er wieder an und ein weiterer Blick meinerseits, der ihn eigentlich zum Schweigen bringen sollte, bringt ihn lediglich zum Grinsen. Er ist viel zu gut drauf für einen Montagmorgen! Wenigstens habe ich jetzt meine tägliche Ladung Koffein zu mir genommen. „Du weißt ganz genau, dass es sich nicht lohnt am ersten Tag schon krank zu feiern“, murmle ich ihm noch zu, bevor ich an meinem Bruder vorbei aus der Küche gehe und mein Zimmer ansteuere. Dort erwartet mich immer noch das Chaos auf dem Boden, an das ich eigentlich schon keinen Gedanken mehr verschwendet hatte. Oh man, das ist Schulalltag. Ich hatte schon fast vergessen wie es ist. Oder habe ich es doch eher verdrängt?
Fernseher - Bedienungsanleitung - Spinne - Handyklingeln - Wasserglas
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