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 Meisterfeder
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Re:Woran denken Verlage? - 2007/05/12 11:26
Eigentlich bin ich (oder wäre es gerne zu 1oo Prozent) Antikapitalist, doch diese Einstellung ist in unserer Gesellschaft (leider) nicht gefragt.
Ein vom Staat fixiertes Mindesteinkommen (für jede Arbeit, auch die des Autors, und für sozial Schwache wie unverschuldet in die Arbeitslosigkeit Geworfene oder Mindestrentner) wird es, so wie's jedenfalls bei uns in Österreich ausschaut, so schnell nicht geben. Vor allem die konservativen und rechtsgerichteten Politiker sind energisch dagegen.
Wenn ich mir die Neuerscheinungen bei den etablierten Verlagen anschaue, finde ich doch eine Menge an deutschsprachigen Autoren mit Erstveröffentlichungen. Besonders Krimi-Verlage, große und kleine, verzeichnen einen Boom.
Da ich ein Schreiber von so genannter Unterhaltungsliteratur bin, dieses Genre trotz (wieder) wachsender Leserschaft bei vielen so genannten "ernsthaften" Autoren jedoch gerne abschätzig betrachtet wird, wundern mich deren Lamenti wegen mangelnder Anerkennung durch die Verlage nicht.
Jeder im Arbeitsprozess Stehende muss sich den Forderungen der Arbeitgeber anpassen, so auch der Autor den momentanen Gegebenheiten im Verlagswesen. Zu hoffen, dass sich die Situation bald ändern wird (es könnte ja wieder ein Lyrikboom oder dergleichen kommen), bringt nichts.
Ich weiß, dass diese meine Einstellung zum Widerspruch reizt. Und ich freue mich auf ein reges Weiterführen der Diskussion.
An alle einen aufmunternden Gruß!
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